Hervorgehobener Beitrag

Wir suchen Deine Couch!

Wie schon in den vergangenen Jahren bieten wir als AStA zum Start des Wintersemesters unsere „Couchsurfing-Aktion“ an. Dafür haben wir eine Online-Plattform freigeschaltet, auf der kurzfristig Schlafplätze auf der Couch oder im Gästezimmer eingestellt werden können.

Viele Studierende sind schon vor Beginn des Semesters in Braunschweig, um an Vorkursen oder Einführungsveranstaltungen teilzunehmen. Wer noch kein Zimmer gefunden hat, ist auf eine temporäre Bleibe angewiesen. Ein Bett im Hotel oder der Jugendherberge kann schnell sehr teuer werden.

Wir rufen daher dazu auf solidarisch Schlafplätze an Erstsemester-Studierende bereitzustellen!
Einfach auf https://exchange.asta.tu-braunschweig.de/ gehen und Deine Daten zum Schlafplatz einstellen. So kannst Du behilflich sein Erstis in Braunschweig Willkommen zu heißen und ihnen einen guten Start ins Studium zu ermöglichen.

Wer auf der Suche nach einer temporären Bleibe ist, trägt sich ebenfalls auf der Plattform, mit dem benötigten Zeitraum, ein. Gibt es ein passendes Angebot zur Nachfrage, wird zwischen beiden der Kontakt hergestellt und die Daten werden aus unserer Plattform gelöscht. Die Auswahl erfolgt dabei durch den AStA, so dass nur passende Kombinationen zusammenfinden.

Diese Aktion hat sich seit mehreren Jahren als erfolgreich herausgestellt und funktioniert ganz einfach. Sie soll aber immer nur eine Notlösung sein und aufzeigen, dass es eine verstärkte soziale Wohnungspolitik braucht, damit solche Aktionen in der Zukunft überflüssig werden.

Wir freuen uns auf eine breite Solidarität bei den Menschen in Braunschweig und möchten bereits jetzt unseren Dank aussprechen.

Anti-Atom-Treck 2018 – Fahrrad-Demo am 20.10. von Braunschweig über Vechelde nach Peine!

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V., die Organisatoren vom Anti-Atom-Treck 2018 rufen gemeinsam mit der Fahrrad- und Verkehrs AG des AStA der TU Braunschweig zu großen Fahrraddemo auf:

Am Samstag, 20. Oktober möchten wir mit euch zusammen in einem gemeinsamen Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) aufbrechen – mit der Forderung „ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben“. Wir wollen gemeinsam von Braunschweig mit bunt geschmückten Fahrrädern zur großen Kundgebung nach Vechelde fahren, um von dort mit dem gesamten Anti-Atom-Treck nach Peine weiterzufahren.

Hier findet ihr den Aufruf und Aktuelles zur Demo: https://www.anti-atom-treck.de/aufruf/ und https://www.anti-atom-treck.de/.

Ablauf:

Uhrzeit Ort Aktion
10:30 Braunschweig Schlossplatz Treffen Anti-Atom-Fahrrad-Treck
Kleine Kundgebung
10:50 Braunschweig Schlossplatz Fahrrad-Treck startet
11:45 Vechelde Ankunft Fahrrad-Treck (ca. 12-13 km)
12:15 – 13:15 Vechelde, vor dem Bürgerzentrum, Hildesheimer Str. 5 Große Kundgebung mit Redebeiträgen, Musik, Essen&Trinken
13:45 Vechelde gesamter Treck startet wieder
15:15 Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Eschenstraße 55, Peine Ankunft Treck (nach 16 km)
15:30 – 16:00 Abschlusskundgebung mit Redebeiträgen

 

 

Fahrräder fahren von Braunschweig nach Vechelde mit 12 km/h; ab Vechelde nach Peine mit 10 km/h

Die Rückfahrt wird nicht organisiert, es muss sich jede/jeder selber drum kümmern, wie sie/er zurückkommt. Es gäbe folgende Möglichkeiten für die Rückfahrt: 

  • mit dem Regionalzug von Peine nach Braunschweig
  • Buche einen Platz plus Fahrrad-Mitnahme im Sonder-Bus von Peine nach Braunschweig. Plätze begrenzt! Anmeldung über Kampagnen-Büro vom Anti-Atom-Treck**(siehe unten).

Der Anti-Atom-Treck wird ein eindeutiges Zeichen in unserer Region setzen. Und dafür braucht es viele Menschen. Von Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen, der Freiwilligen Feuerwehr, Gewerkschaften, Vereinen oder privat – je mehr wir sind, desto besser! !

 

Studium Generale

Studium Generale 2018
– ein Angebot für alle Studierende der TU Braunschweig und interessierte Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs

Auch in diesem Jahr versteht sich das Studium Generale als ein Angebot, den berühmten Blick über den Tellerrand des eigenen Studiengangs hinaus zu wagen. Ihr habt die Möglichkeit, euch von der Vielfältigkeit unserer Technischen Universität zu überzeugen, indem ihr jeweils 45 Minuten lang in neue und spannende Themen eintauchen könnt. Das Studium Generale soll euch Wissenschaften vorstellen, die fernab des eignen Curriculums existieren und so das vorhandene „Schubladendenken“ abbauen. Auch wenn ihr eure Studiengangwahl an der TU Braunschweig bereits getroffen habt und euch damit für die nächsten Semester inhaltlich auf ein Themengebiet festgelegt habt, solltet ihr die Chance nutzen, Anregungen für euren Professionalisierungs- bzw. Wahlpflichtbereich mitzunehmen.
Das Kulturreferat und der AStA

Programmheft 2018 zum Download

Auch dieses Jahr findet wieder das Studium Generale statt, diesmal am ersten Dienstag im Semester – der 16.10. 2018 – statt. Es funktioniert ganz einfach: Schau Dir den Ablaufplan an, stell Dir Deinen ganz persönlichen Tagesablauf zusammen und komm vorbei!

Studi-Infobörse am 15.10. im Audimax

Am 15.10. findet die große Begrüßung der Erstis im Wintersemester 18/19 statt! Dazu gehört auch die Studi-Infobörse im Audimax, die um 10:30 beginnt und allen Interessierten zeigt, was das studentische Leben an der TU zu bieten hat. Wir sind da mit unseren Referaten und dem Vorstand ebenfalls am Start und freuen uns auf Gespräche mit euch! Schaut einfach vorbei, es wird auch zahlreiche Infos von Semesterticket über unsere Beratungen bis hin zur Fahrradselbsthilfewerkstatt geben.

„Von Magdeburg bis nach nach Cuxhaven“ – Unser neues Semesterticket im WiSe 18/19

„Just a small town girl living in a lonely world
She took the midnight train going anywhere
Just a city boy born and raised in South Detroit
He took the midnight train going anywhere“

Ab zum Bahnhof und schon geht die Reise los! Ab 1. Oktober gilt das landesweite Semesterticket. Neben Niedersachsen und Bremen gibt es noch einige Orte mehr zu entdecken. Aber Schritt für Schritt. Das Ticket gilt im gesamten öffentlichen Schienenpersonennahverkehr (U- und Straßenbahnen gehören nicht dazu) in Niedersachsen. Damit ist so gut wie jeder Ort in Niedersachsen für euch erreichbar. Vorausgesetzt natürlich, dass es dort einen Bahnhof gibt (Grüße gehen raus nach Aurich und Nordhorn). Das Ticket gilt nicht für Fernverkehrszüge wie ICE, IC, ARZ, wenn diese nicht auch für die Nutzung als Regionalverkehr vorgesehen sind (IC/EC zwischen Norddeich Mole – Bremen Hbf und  IC/EC zwischen Norddeich – Leer (Richtung Münster/Westf.)). Busse und Straßenbahnen könnt ihr kostenlos für das Tarifgebiet des Verbundtarifs Region Braunschweig nutzen.

Was für Möglichkeiten bieten sich außerhalb Niedersachsens? Da gibt es so einige spannende Endhaltepunkte. Neben Hamburg könnt ihr nun auch noch in den noch höheren Norden nach Lübeck reisen. Damit kommt ihr fast direkt an die Ostseeküste, um die Matjesbrötchen direkt vor Ort zu kaufen. Wenn euch der Norden von NRW spannender erscheint, dann bieten sich Bielefeld, Münster und auch Paderborn an. Auch nach Hessen könnt ihr weiterhin reisen, so steht Kassel ebenfalls zur Verfügung. Oder doch lieber den Standortvorteil am ehemaligen Zonenrand nutzen? Thüringen steht euch mit Nordhausen offen und unsere Partnerstadt Magdeburg ist nach Jahren auch zurück als kostenloses Reiseziel. Wer dann auch heute noch einen Grenzübertritt erleben will, kann nach Hengelo reisen. Diese Mittelstadt liegt in den Niederlanden und bietet einen guten Startpunkt um nach Amsterdam zu reisen. Ab Norddeich-Mole lohnt eine Reise zu den Nordseeinseln.
Viel könnt ihr bei diesen vielen Möglichkeiten gar nicht falsch machen. Von Harz bis Heide, von Nordsee bis Magdeburger Börde, dass neue Semesterticket hat es in sich. Es lohnt sich auf Entdeckungsreise zu gehen!

Hier noch einmal alles in der Übersicht. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Für mehr bezahlbaren Wohnraum


Das Thema Wohnraum wird in den Großstädten immer relevanter, so auch in Braunschweig. Besonders starke Belastung erfährt der Wohnungsmarkt alljährlich wenn Tausende neue Studierende zum Wintersemesterbeginn in die Städte kommen. Zwar hat sich die Lage in Braunschweig in den letzten Jahren etwas verbessert, dennoch gibt es keinen Grund Entwarnung zu geben. Es gibt nun von der Anzahl her mehr Wohnraum, doch ist dieser durch die stark gestiegenen Mietpreise in Braunschweig, insbesondere auch für Studierende, meist schwer bezahlbar. Es gehört oft eine große Portion Glück dazu eine günstige Wohnung oder ein Zimmer zu finden. Die Wartelisten für Wohnheimplätze sind lang, Zimmer in Wohngemeinschaften heiß begehrt. Wer erst im Nachrückverfahren zugelassen wird oder aus dem Ausland nach Braunschweig kommt, hat es besonders schwer.

Mieten wird immer mehr zum Luxus.

Dies zeigt eine Studie der Zeitung „Berliner Morgenpost“[1] aus dem Jahr 2017. Braunschweig rangiert im bundesweiten Vergleich der Großstädte bei der Mietsteigerung von 2012 bis 2016 auf dem 5. Platz, mit einer Mietsteigerung von durchschnittlich 20,6%.
Dies deckt sich mit den Sozialerhebungen des Studentenwerks, bei der durch Befragungen von Studierenden in Braunschweig ein Anstieg der Mietausgaben um 24,3% auf durchschnittlich 322 Euro im Jahr 2016 (Vergleich zu 259 Euro in 2006) festgestellt wurde.[2]
Wer sein Einkommen durch BAföG bestreitet, muss damit 44% der Maximalförderung von 735 Euro allein für die Mietkosten aufwenden. Wer weniger bekommt, muss über die Hälfte der Einkünfte fürs Wohnen ausgeben. Die darin enthaltene Wohnpauschale von 250 Euro wird damit in Braunschweig meist deutlich überschritten.[3]

Um zu sehen, dass dies ein großes Problem ist, muss man nicht studiert haben.

Wenn die Mieten für Wohnraum weiter steigen und die BAföG-Sätze nicht adäquat angepasst werden, was leider zu erwarten ist, dann werden Studierende in Braunschweig immer mehr dazu gezwungen sein, den Fokus auf das Verdienen eines Einkommens zu legen und das eigentliche Studieren in den Hintergrund rücken. Die Qualität des Studiums, und somit die hochqualifizierte Ausbildung, leiden darunter enorm. Der Zwang das Studium möglichst schnell zu beenden, statt dieses als persönliche Entwicklungszeit und Aufbau eines Wissensschatz zu begreifen, wird immer größer. Der Weg der Vorbereitung für den Arbeitsmarkt als möglichst gut verwertbare Arbeitskraft ist somit immer stärker vorgegeben.
Die Sozialerhebung des Studentenwerks bestätigt hier: Es werden deutlich weniger finanzielle Mittel für Lehrnmaterialien ausgegeben, der Anteil der während der Vorlesungszeit erwerbstätigen Studis ist von 2012 zu 2016 von durchschnittlich 64 auf 69 Prozent gestiegen, und die schlechte finanzielle Lage ist der Hauptgrund für die Behinderung eines (vom Arbeitsmarkt erwarteten) Auslandsaufenthalts.[4]

Studierende als billige Arbeitskräfte?!

Diese Aussage lässt sich pauschal so nicht treffen. Vor allem in den Bereichen der IT und Informatik lässt sich, auch schon im Studium, in Nebenjobs gutes Geld verdienen. Fachkräfte sind gefragt und dies treibt die Verdienstmöglichkeiten nach oben. Für Studierende in anderen Fächern, beispielsweise der Geistes- oder Kulturwissenschaften, bleiben oft nur schlecht bezahlte Jobs knapp über dem Mindestlohn in Bereichen wie Service und Dienstleistungen. Unter der Berücksichtigung, dass es eigentlich nur ein Nebenjob neben dem Studium sein soll, ist die Sicherung des Einkommens oftmals schwierig. Viele Studierende sind auf die finanzielle Unterstützung eines oder beider Elternteile angewiesen, was für den Verlauf des Studiums aber einen Vorteil darstellt.
Auch im Bereich der Studentischen Hilfskräfte gibt es Nachholbedarf. Zwar gab es zuletzt zum Sommersemester 2018 in Niedersachsen eine Erhöhung für wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte, dennoch liegt die Vergütung für Studentische Hilfskräfte ohne Abschluss mit 9,93 Euro immer noch nur knapp über dem Mindestlohn[5]. Mit Abschluss können die Gehälter ebenfalls nicht unbedingt mit Vergütungen in der Wirtschaft mithalten. Dafür, dass diese Kräfte einen Großteil der Arbeit zur Erhaltung und Verbesserung des Studiums und der Lehre leisten, sind sie unterbezahlt. Nicht ohne Grund haben studentische Beschäftigte in Berlin vor Kurzem für die Erhöhung ihrer Gehälter demonstriert und gestreikt.[6]
Ein noch größeres Problem für Studierende in der Finanzierung ihres Studiums stellen aber Praktika dar. Oft werden diese vor den Eintritt in das Berufsleben als „Sammeln von praktischer Erfahrung“ erwartet. So sind oftmals Pflichtpraktika direkt in das Studium integriert. Dies macht Sinn, nur sind Unternehmen nicht verpflichtet für diese Praktika Studierenden den gesetzlichen Mindestlohn zu bezahlen, so wie es für freiwillige Praktika über drei Monate vorgeschrieben ist.[7]

Bezahlbarer und schöner Wohnraum für Alle!

Wir als AStA vertreten natürlich die Interessen der Studierenden und fordern in erster Linie günstigeren Wohnraum und mehr Wohnheimplätze für unsere Statusgruppe. Dennoch sind wir uns bewusst, dass die Problematik der steigenden Mieten Alle betrifft und Auswirkungen auf unser aller Leben hat.
Die Spekulation und Preistreibung von und bei Immobilien in den letzten Jahren haben ein unerträgliches Maß angenommen. Wir sehen kurzfristig in erster Linie die Politik in der Lage und Pflicht eine politische Entscheidung zu treffen und wirkungsvoll zu handeln, um die enorme Mietsteigerung (und somit die Steigerung der Lebenserhaltungskosten) zu verhindern. Längerfristig ist möglicherweise zu bedenken, ob das Recht auf Wohnen weiterhin wirtschaftlichen Interessen unterworfen sein muss.

Denn: Angemessenes Wohnen ist ein Grundrecht!

Wir fordern daher:

  • mehr bezahlbarer Wohnraum in Braunschweig! Für Studierende! Für Alle!
  • mehr Wohnheimplätze für Studierende, die auch bezahlbar sind
  • den Stopp der Mietsteigerung
  • keine Spekulation mit Wohnraum
  • eine sofortige und deutliche Anhebung des BAföG, sowie eine stetige und dynamische Anpassung
  • faire Vergütung auch für Studis

 

[1]https://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article211560713/In-diesen-deutschen-Staedten-steigen-die-Mieten-am-staerksten.html
[2]https://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/mietkosten.php
[3]https://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/bedarf.html
[4]https://www.bmbf.de/pub/21._Sozialerhebung_2016_Hauptbericht.pdf
[5]http://personal.newsletter.uni-goettingen.de/2017/07/26/erhoehung-der-stundensaetze-fuer-wissenschaftliche-und-studentische-hilfskraefte/
[6]https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/streik-studentische-beschaeftigte-berlin-.html
[7]https://www.praktikum.info/karrieremagazin/gehalt/praktikum-gehalt

AStA-Broschüre zum Studiumsstart

Liebe Erstis,

wir haben eine Broschüre zum Studiumseinstieg für Euch erstellt. Diese landete in den Welcome Bags der TU Braunschweig, aber wir möchten diese auch gerne online zur Verfügung stellen. Was steht da eigentlich drin und warum sollte man es sich anschauen? In dem Heft findet ihr ein A bis Z, was verschiedene Facetten des Studiums an der TU beleuchtet, ein Selbstverständnis von uns als AStA, Informationen zu der Wohnungssuche und der Wohnraumsituation in Braunschweig und ein allgemeines FAQ. Klar, es kann natürlich nicht jede Frage mit dieser Broschüre beantwortet werden, aber wir wollen damit den Einstieg direkt vereinfachen. Für alle anderen Fragezeichen sind wir natürlich auf den verschiedendsten Kanälen erreichbar. Auf einen guten Start ins Studium!

Hier entlang für alle Interessierten.

Tipps für die Wohnungssuche

Zum Semesterbeginn geht auch in Braunschweig wieder die schwierige Suche nach adäquatem Wohnraum los.

Solltest du noch auf der Suche sein, haben wir, der AStA, die TU Braunschweig und das Studentenwerk OstNiedersachsen, ein paar Tipps für dich:

https://www.tu-braunschweig.de/studieninteressierte/braunschweig/wohnen

Bei uns im Büro (Katharinenstraße 1) direkt an der Mensa 1, findet ihr ausgehängte Wohnungs/WG-Angebote und die WG-Gründungsliste.

Für alle die bis Semesterbeginn kein Glück hatten, bieten wir die alljährliche Couchsurfing-Börse an. Wir suchen noch freie Couches!

Schaut mal vorbei oder meldet Euch bei uns!

Rüstungskonzern Rheinmetall wirbt in der Mensa

Seit einigen Monaten fallen beim Besuch in den Mensen der TU Braunschweig Werbeanzeigen der Rüstungsfirma Rheinmetall an dem Bildschirmen auf. Die Werbung, die in regelmäßigen Abständen gezeigt wird, zielt darauf ab, Studierende zu einer Bewerbung bei deren Tochterfirma Pierburg zu motivieren. Die harmlose Aufmachung, die das Bild eines innovativen Unternehmens, bei dem man Mitglied werden kann, vermitteln soll, unterschlägt dabei das tatsächliche Tätigkeitsfeld des Konzerns. Rheinmetall ist einer der größten Waffenproduzenten Europas und liefert damit sein tödliches Material in die ganze Welt. Der Konzern unterläuft selbst die äußerst geringen Vorgaben der Bundesregierung zum Export von Waffen, die eine Ausfuhr in Kriegsgebiete unterbinden und damit mindeste moralische Standards für das Geschäft mit dem Töten vorsehen sollen. In der Folge ist der Konzern unter anderem in den Bürgerkrieg im Jemen, Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan und das militärische Vorgehen der Türkei im syrischen Afrin verwickelt. Diese Geschäftspraktiken legen nahe, dass das Unternehmen jeglichen verantwortungsvollen Umgang mit dem sensiblen Geschäft von Rüstungsgütern vermissen lässt.

Eine Bewerbung und damit Legitimation eines Konzerns mit derart menschenverachtenden Geschäftspraktiken können und wollen wir als Allgemeine Studierendenvertretung der TU in unseren Mensen nicht akzeptieren. Wir wehren uns dagegen, dass Studierende unserer Universität unter dem Deckmantel einer verharmlosenden Werbung dazu verführt werden, an derartigen Handlungen mitzuwirken und somit indirekt zu Krieg und dem Töten von Menschen beizutragen. Die Universität ist unserer Ansicht nach ein Ort der Wissenschaft, die sich im Sinne des Gemeinwohls in den Dienst der Gesellschaft stellt. Der friedliche Nutzen wissenschaftlicher Errungenschaften bildet einen unverzichtbaren Bestandteil dieser gesellschaftlichen Funktion. Jeglicher Missbrauch von Forschung zu kriegerischen und menschenrechtsverletzenden Zwecken muss unterbunden werden, damit sie ihrer gesellschaftlichen Funktion gerecht werden kann. Dieser Grundsatz ist aus unserer Sicht mit der Geschäftspraxis eines Konzerns wie Rheinmetall unvereinbar.

Aus dem Grund fordern wir die für das Schalten dieser Werbeanzeigen verantwortliche Firma New City Media dazu auf, mit sofortiger Wirkung die Bewerbung des Rheinmetall-Konzerns einzustellen.