Locomore Insolvenz

In der Semesterticketumfrage 2017 hatten 53% von euch die Züge der Locomore auf der Strecke von Wolfsburg nach Berlin in das Semesterticket gewählt. Allerdings musste das Unternehmen am 11.5. Insolvenz anmelden. Dadurch ist im Moment unklar, wie es mit dem Unternehmen weiter geht und daher war es bis heute nicht möglich einen entsprechenden Vertrag für das Semesterticket auszuarbeiten. Daher können wir euch für das nächste Semester (WS 2017/18) leider doch kein Semesterticket bis nach Berlin anbieten. Wir hoffen allerdings, dass das Insolvenzverfahren positiv verläuft und wir werden weiterhin mit Locomore in Kontakt bleiben um euch gegebenenfalls zum nächstem Sommersemester ein Ticket anbieten zu können.

Offene Antwort auf die Stellungnahme der Burschenschaft Thuringia

Offene Antwort auf die Stellungnahme der Burschenschaft Thuringia zu unserer Pressemittelung „Deutschlandseminar als Vernetzungort der Neuen Rechten?!

Wir als Allgemeiner Studierendenausschuss begrüßen es, dass sich die Burschenschaft Thuringia zu unserer klaren Kritik des von ihr veranstalteten Deutschlandseminars äußert. Leider sehen wir nach Auseinandersetzung mit ihrer Stellungnahme unsere Bedenken bestätigt und in keinster Weise widerlegt. Um dies klarzumachen, werden wir hier die Aussagen der Thuringia aufführen und welche Probleme dabei bestehen bleiben.

Zu erst möchten wir über unsere Beweggründe für die Organisation des diesjährigen Seminars berichten, welche nicht wie behauptet darin lagen „an der Universität einen Ort der Vernetzung für Angehörige der Neuen Rechten und Rechtsextremen zu schaffen.“ sondern möchten wir Interessierten, dem humboldtschen Bildungsideal folgend, ein Forum zur politischen Diskussion und Weiterbildung zur Verfügung stellen, und freuen uns über Teilnehmer aus allen politischen Lagern, damit im Anschluss an die Vorträge eine angeregte Diskussion stattfinden kann.“

Die Konzeption des Seminars ist von der Thematik, den Referenten, dem Rahmenprogramm und den geduldeten Gästen eindeutig kein politisches Forum für verschiedenste Menschen, sondern ein klares Vernetzungselement. Wir werden persönlich anwesend sein, um diesen Eindruck zu bestätigen oder zu widerlegen, momentan sehen wir die Behauptung als einen schwachen Versuch, den klaren Vorwürfen den Wind aus den Segeln zu nehmen.

„An dieser Stelle möchten wir kurz auf die Definition des Rechtsextremismus laut der Bundeszentrale für politische Bildung eingehen, in der für Rechtsextremisten generell gelte diese „lehnen die freiheitlich-demokratische Grundordnung ab und wolle − auch unter Anwendung von Gewalt − ein autoritäres oder gar totalitäres staatliches System errichten,[…]“. Wir als Burschenschafter sehen uns in „ideologischer Kontinuität“ zu den Revolutionären von 1848 und den Freiheitskämpfern der napoleonischen Kriege; die burschenschaftlichen Grundsätze stehen diametral zu einer rechtsextremen Einstellung, weshalb wir Rechtsextremismus entschieden ablehnen.“

Eine Positionierung gegen rechtsextreme Tendenzen ist für uns schwierig bei einer Burschenschaft, welche der „Deutschen Burschenschaft“ vorsitzend ist. So urteilt der Verfassungsschutz aus Hamburg im Jahr 2014; „Die Entwicklung zeige nach Ansicht des Verfassungsschutzes, dass „in erster Linie liberal-konservative Burschenschaften“ austräten „und den in der BG organisierten, zum Teil rechtsextremistisch beeinflussten Bünden innerhalb der DB das Feld überlassen“ würden.“

Ein klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus wäre ein Austritt aus diesem Dachverband, statt den Vorsitz einzunehmen.

Zu unseren Referenten möchten wir anmerken, dass die dargebrachten Ausführungen über die Gesinnung unserer Gästelediglich auf dem Trugschluss der Kontaktschuld beruhen, und nicht auf konkreten Hinweisen. Die Redner wurden von uns bewusst so gewählt, dass diese auch „unbequeme“ bzw „verfemte“ Meinungen vertreten, welche oft aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen werden. Letztendlich kann man seine Meinung nur bilden, indem man sich auch mit konträren Meinungen auseinandersetzt.“

Eine Kontaktschuld klammert vollkommen die Vergangenheit und auch die aktuelle politische Arbeit der einzelnen Referenten aus, statt „Hinweisen“ lässt sich eine klare Kontinuität feststellen. Gleiches gilt für das Publikum der letzten Vorträge, bei denen eindeutig Personen aus dem politisch extrem rechten Spektrum anwesend waren. Hier Trugschlüsse zu unterstellen ist nur ein Versuch, unsere Urteilsfähigkeit in Frage zu stellen, ohne auf genannte Kritikpunkte an den Personen einzugehen. Im einzelnen:

Speziell möchten wir anmerken, dass jeder, der die Publikationen von Herrn Dr. Dr. von Waldstein gelesen hat, ihm nur schwer eine extremistische Einstellung vorwerfen kann.“

Die neusten Publikationen von Herrn Dr. Dr. von Waldstein lassen sich im Verlag Antaios finden [1]. Dort werden Werke veröffentlicht, die der Neuen Rechten zuzuordnen sind und gleichzeitig versuchen ebenso Leser_innen aus der extremen Rechten zu binden [2]. Dazu ist der Hauptverantwortliche dieses Verlags auch im neu-rechten „Institut für Staatspolitik“ aktiv. Dieses gilt als Think Tank dieser politischen Strömung und dürfte auch der Burschenschaft Thuringia bekannt sein, da dieses Institut in den „Burschenschaftlichen Blättern“, der Publikation der Deutschen Burschenschaft als Literaturempfehlung auftaucht. Wir sehen auch keine verharmlosende „Kontaktschuld“ durch eine Person, die in ihrem Leben mehrere hohe Ämter in den Kreisen der NPD inne hatte [3][4] und auch heute keine Scheu zeigt [5], die Verbindung in die rechte Szene zu pflegen. Eine Auseinandersetzung mit seinem neusten Werk „Metapolitik“ zeigt ein klares Andocken an rechte Ideologie und ebenso lobt es die „Identitäre Bewegung“.

Auch Herr Nagel hat das Verhalten einiger PEGIDA-Teilnehmer in Wien mit der Bezeichnung „Volldeppen“ öffentlich verurteilt.„

Herr Nagel mag einige Teilnehmer_innen von PEGIDA in Wien abgelehnt haben, zeigt aber seine politische Ideologie in verschiedensten Essays und Texten. Hier sei als Beispiel sein offener, biologisch begründeter Rassismus aufgeführt, den er erst in diesem Jahr im Artikel „Gentest: Einhundert Prozent Europäisch“ zur Schau stellt. Letztgenannter Artikel wurde im rechten Internetmagazin „Blaue Narzisse“ veröffentlicht, ebenfalls bekannt als Quelle in den „Burschenschaftlichen Blättern“. [6]

Und die Tatsache, dass ein Anwalt, wie Herr Dr. Clemens, nicht dieselbe Einstellung wie sein Mandant haben muss, ist ebenfalls selbstverständlich.

Das ist eine Freiheit, die jedem Anwalt zusteht. Bedenklich bleibt die Vergangenheit und das politische Engagement von Dr. Clemens welches keinerlei Distanz offenbart. Hier sehen wird vor allem einen Versuch die Freiheit der Mandant_innen-Wahl als Argument zu bringen, um von den anderen politischen Tätigkeiten abzulenken. Für politische Akteure der NPD die Verteidigung zu übernehmen, bedeutet zugleich eine Partei zu unterstützen, welche laut Bundesverfassungsgericht „verfassungsfeindlich und wesensverwandt mit dem Nationalsozialismus sei“ [7].

Wir sehen deshalb die Sorge um eine rechtsextreme Einstellung unserer Referenten als unbegründet an.“

Wir als AStA sehen diese weiterhin als begründet an. Die Auseinandersetzung mit den Vorwürfen gegenüber den Referenten fällt minimal aus und versucht nur auf simple Weise die Kritik abzuwehren, ohne sie zu widerlegen. Bei den politischen Aktivitäten der einzelnen Referierenden finden wir dies äußert dürftig, um von einem anderen Charakter der Veranstaltung, als dem einer rechten Vernetzung, zu überzeugen.

Die „Ideologische Kontinuität“ zu vorigen Seminaren ist definitiv gegeben und von uns gewünscht, wir sehen keinen Anlass zur Umbennenung dieser 14. Auflage des von uns veranstalteten Deutschlandseminares. Jedoch möchten wir hervorheben, dass bei den vergangenen Seminaren stets eine ausgewogene Auswahl an Rednern eingeladen wurden, exemplarisch dafür sei zum Beispiel das Seminar 2004 zu nennen an dem bekannte Politiker der SPD beziehungsweise der Grünen referierten, und im folgenden Jahr diskutierte ein christlicher Pfarrer mit einem islamischen Gelehrten.“

Wir sehen diese Auflistung als wenig überzeugend, da die Liste der kritischen Referierenden umso länger ist. Gerne können wir die kritikwürdigen Einstellungen der einzelnen Personen mit weiteren Details unterfüttern, aber wir gehen davon aus, dass dieses momentan nicht von Nöten ist. Es seien nur Personen wie Dr. G. Zehm, Dr. K.H. Weißmann, F. Uhle-Wettler, Professor E. Schlee, Professor Dr. K. Hornung genannt. Diese, da eine kurze Recherche im Internet ihren politischen Hintergrund offenbart. Wir haben uns auch in unserer Stellungnahme nicht weiter auf PMS Wolf bezogen, dessen künstlerische Ästhetik eine eindeutige politische Konnotation besitzt.

Die uns ebenfalls bewusste Einseitigkeit der diesjährigen Veranstaltung geht nicht auf einen Mangel an Initiative unsererseits zurück, sondern haben wir bis zum heutigen Tag noch keine Rückmeldung mehrerer eingeladener Organisationen, welche sich für Integration einsetzen, erhalten.

Wir bemühen uns deshalb weiterhin Referenten für bisher nicht auf dem Seminar vertretene Positionen zu finden.“

Da sich weder auf der Homepage des Deutschlandseminars, noch bei Facebook zu dem Seminar oder der Burschenschaft selber auch nur ein Hinweis darauf finden lässt, dass es einen Versuch gibt, dass Programm mit einer Gegenposition zu versehen, scheint diese Aussage eher als Feigenblatt. Bei der bisherigen Melange der Referenten können wir aber auch nachvollziehen, wenn einzelne Personen nicht bereit sind, sich dieser Wand an Ideologie entgegenzutreten.

In wie fern wir durch die Veranstaltung dieses Seminars die Werte der TU Braunschweig verletzt und die internationale Studierendenschaft herabgewürdigt haben sollen, ist uns nicht bewusst.

Zu der kritisierten Teilnahme einzelner Mitglieder der JN und Identitären Bewegung bei unseren öffentlichen Veranstaltungen möchten wir feststellen, dass die Kerneigenschaft einer öffentlichen Veranstaltung das Öffentlichsein ist, und unsere Türen deshalb an solchen Veranstaltungen jedem offen stehen.“

Wir sehen alle unsere Befürchtungen mit dem letzten Teil der Stellungnahme bestätigt. Es gibt mit diesem Seminar einen offenen Platz für Neonazis und andere Personen aus der extremen Rechten. Genau der größte Vorwurf wird damit nur bestätigt und es ist von großer Bedeutung dies kritisch zu begleiten. Die Thuringia öffnet ihre Tür für Faschist_innen und wir werden das nicht schweigend tolerieren.

[1] https://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/reihe-kaplaken/15715/metapolitik.-theorie-lage-aktion

[2] Hajo Funke (unter Mitarbeit von Ralph Gabriel): Von Wutbürgern und Brandstiftern. AfD – Pegida – Gewaltnetze. vbb, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-64-0, S. 123.

[3] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514666.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Thor_von_Waldstein#cite_ref-1

[5] Alexander Häusler: Mut zur Wahrheit? Entstehungskontext, Entwicklung und gesellschaftspolitische Positionen der „Alternative für Deutschland“. Expertise im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes, erstellt vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf, Berlin 2014, S. 70.

[6] http://www.blauenarzisse.de/gentest-einhundert-prozent-europaeisch/[7] [7] [7] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/npd-bundesverfassungsgericht-verbietet-rechtsextreme-partei-nicht-a-1130311.html

Sommerakademie: Atomares Erbe, 2.-6. August

Das Anti-Atom-Referat unterstützt das Fachportal Atommüllreport bei der diesjährigen Sommerakademie:

Welches atomare Erbe hinterlassen wir künftigen Generationen? Dieser Frage soll eine interdisziplinäre Gruppe von StudentInnen und jungen WissenschaftlerInnen bei der Sommerakademie nachgehen. Ausgewiesene ExpertInnen geben eine Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf.

Sommerakademie
Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“
2.-6. August
Bundesakademie für Kulturelle
Bildung e.V., Schlossplatz 13, 38304
Wolfenbüttel

Teilnahmebeitrag für Studierende:
ohne Übernachtung: 100€
mit Übernachtung im Doppelzimmer 200€

Da es sich bei der Akademie um eine Weiterbildungsmaßnahme handelt, hast du die Möglichkeit die Kosten der Tagung über verschiedene Wege erstattet zu bekommen

–> Wir helfen Dir bei der Finanzierung! Einfach melden unter: anti-atom-referat@tu-bs.de

weitere Infos:
http://www.atommuellreport.de/projekte/sommerakademie.html
http://www.atommuellreport.de/fileadmin/Dateien/bilder/Veranstaltungen/Sommerakademie_Flyer.pdf

 

Vortrag und Diskussion zur „Kopftuchdebatte“

Vortrag zum Thema „Kopftuchdebatte“ mit Hannah Wettig
Donnerstag den 01. Juni 2017,  18.30 Uhr
TU Braunschweig, Raum SN 19.3

Das muslimische Kopftuch beschäftigt die Menschen, regt sie auf, flößt ihnen Angst ein oder dient ihnen als Grund für rassistische Übergriffe, nicht nur hierzulande und in Frankreich. Auch in mehrheitlich islamischen Ländern wird über das Kopftuch gestritten – seit Jahrzehnten. Dort bekämpfen es vor allem Linke und Liberale als Symbol der Ausbreitung islamistischer Ideen.

Darüber will man in manchen (linken Szene-) Kreisen nicht reden. Das Kopftuchthema gilt AnhängerInnen der Critical Whiteness-Theorie als tabu. Allenfalls darf es als Symbol von Emanzipation oder gar Feminismus herhalten – eine Verkehrung seiner Bedeutung in ihr Gegenteil. Viele Grüne und Linke verteidigen das Kopftuch, weil sie sich gegen Rassismus wenden wollen. Und tatsächlich fällt eine Positionierung nicht leicht. Nicht jede Kopftuchträgerin ist eine Islamistin oder unterdrückt und die meisten Deutschen, die etwas gegen Kopftücher haben, sind keineswegs Islamismuskritiker, sondern schlicht xenophob.

In dem Vortrag wird die Journalistin Hannah Wettig die Bedeutung des Kopftuchs zwischen Religion, Tradition und Ideologie beleuchten und eine differenzierte Positionierung in dem Spannungsfeld von Rassismus, Islamismus, Critical Whiteness und naiver Verharmlosung versuchen. Hannah Wettig hat Arabistik studiert und mehrere Jahre in Ägypten und Libanon gelebt, wo sie auch politisch aktiv war. Sie hat sich in der Initiative Adopt a Revolution für den syrischen Frühling engagiert und leitet heute gemeinsam mit syrischen Aktivisten ein Flüchtlingsprojekt der Organisation Wadi e.V. Sie schreibt für Jungle World, Welt und Emma.

PM Internationale Studierende

Referat für internationale Studierende des AStA der TU Braunschweig
Bundesverband ausländischer Studierender
Koordinationsstelle der „Heute nur Stammgäste-Aktion“

Pressemitteilung: Internationale Studierende fordern fraktionsübergreifenden Ratsantrag zum Thema „rassistischen Einlasskontrollen“

Referat für internationale Studierende des AStA der TU Braunschweig (PM download pdf)

Gestern hat der Rat der Stadt Braunschweig bei nur drei Ja-Stimmen und einer Enthaltung einen Antrag der Fraktion „Die Linken“ abgelehnt, mit dem die Verwaltung gebeten werden sollte, „innerhalb der nächsten 6 Monate Tests in den Braunschweiger gastronomischen Betrieben und Diskotheken durchzuführen“, um die Einhaltung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz in Verbindung mit dem Niedersächsischen Gaststättengesetzes zu überprüfen. Dabei sei „insbesondere die Diskothek „Schwanensee“ zu berücksichtigen und „Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot (…) mit dem gesetzlich festgelegten Bußgeld von bis zu 10.000 Euro zu ahnden.“ Sollte es zu weiteren Verstößen kommen, sei „eine Gewerbeuntersagung zu prüfen.“
„Angesichts unserer langjährigen Diskriminierungserfahrungen bedauern wir sehr, dass der Antrag der Fraktion „Die Linke“ abgelehnt wurde. Für uns ist es Alltag, an den Türen zahlreicher Braunschweiger Diskotheken mit fadenscheinigen Begründungen abgewiesen zu werden“, sagt, Younouss Wadjinny, Referent für Integration,kulturellen Austausch und  Antidiskriminierungsarbeit der Bundes Verband Ausländische Studierende.
„Wir hatten es daher sehr begrüßt, dass vor einiger Zeit mit einer Änderung des Niedersächsischen Gaststättengesetz (NGastG) endlich die rechtliche Grundlage geschaffen wurde, überhaupt entsprechende Kontrollen durchführen zu können, und die Verwaltung im April diesen Jahres begonnen hat, diese sogar ohne Ratsbeschluss eigenständig durchzuführen“, fügt  Younouss Wadjinny
Nach Angaben der Stadt wurden zu diesem Zwecke jeweils zwei Personen „mit erkennbaren Migrationshintergrund“ sowie zwei Vergleichspersonen nacheinander losgeschickt, um Einlass in die Diskotheken zu erhalten. In vier Fällen seien die Testpersonen mit Migrationshintergrund im Gegensatz zur alters- und kleidungsmäßig vergleichbaren Kontrollgruppe nicht in die Diskotheken hinein gelassen worden. Den städtischen Mitarbeitern, die daraufhin Gespräche mit dem Einlasspersonal und teilweise mit den Betreibern der Diskotheken führten, seien keine nachvollziehbaren und sachlichen Gründe für die Einlassverweigerung genannt
worden. Laut Stadt bestehe daher der Verdacht, dass die Vorgehensweise der Diskotheken gegen § 11 Abs. 1 Nr. 4 NGastG verstoßen könnte und es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
„Unserer Ansicht nach, ist es nun äußerst wichtig, dass es nicht dabei bleibt. Schließlich besteht von offizieller Seite aus bisher ’nur‘ ein Anfangsverdacht rassistischer Einlasskontrollen, den es jetzt weiter zu überprüfen gilt. Wir halten es daher für extrem wichtig, dass weitere Kontrollen stattfinden, und hätten uns ein deutliches Zeichen gewünscht, dass dies auch vom Rat der Stadt so gewünscht wird. Menschen mit Migrationshintergrund in Braunschweig hätte dies signalisiert, dass in dieser Stadt Diskriminierung nicht geduldet wird und sie hier willkommen sind“, sagt  Younouss Wadjinny
„Diese Kontrollen sind wichtig! Genauso wichtig wie andere Kontrollen: ob es um Jugendschutz geht, Polizeikontrollen, Hygienekontrollen oder was sonst relevant ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Diese Kontrollen sollen dauerhaft und transparent bleiben. Es geht dabei um universelle Werte, die wir hoffentlich alle vertreten, und Gesetze, die wir alle im Rechtsstaat zu respektieren haben“, ergänzt Maimouna Ouattara, Sprecherin der Bundes Verband Ausländische Studierende.
„Wir hätten es daher sehr begrüßt, wenn der Rat der Stadt Braunschweig dem Antrag der Fraktion „Die Linke“ zugestimmt oder wenigstens einen ähnlich lautenden Beschluss gefasst hätte, der die Verwaltung auch ganz offiziell beauftragt, weitere Kontrollen durchzuführen“, fügt Maimouna Ouattara hinzu.
Das Referat für internationale Studierende und der Bundesverband ausländischer Studierender lädt aus diesem Grund alle demokratischen Parteien und Fraktionen im Braunschweiger Stadtrat zu einer Podiumsdiskussion ein, um in dieser Sache hoffentlich doch noch eine gemeinsame politische Lösung zu finden und sich auf einen fraktionsübergreifenden Antrag zu dieser Thematik zu verständigen. Termin ist der 31.05.2017 um 19 Uhr im Raum SN 19.1 im Altgebäude der TU Braunschweig
Zusätzlich haben das Referat für internationale Studierende des AStA der TU Braunschweig und der Bundesverband ausländischer Studierender in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik ein Projekt durchgeführt, um eine Webseite zu entwickeln, die das Thema „rassistische Einlasskontrollen“ bekannt machen wird. Das Projekt läuft unter dem Namen: „Weltoffene Clubs“ und wird im Rahmen der Podiumsdiskussion am 31.05.2017 vorgestellt werden.
„Aufgrund der rassistischen Einlasskontrollen in einigen Braunschweiger Diskotheken haben wir uns zudem dazu entschieden, auch eigene Partys unter dem Motto „Weltoffene Party“ zu organisieren. Bei diesen sind alle Menschen herzlich willkommen, die friedlich zusammen feiern wollen und zwar unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Religion. Die erste in dieser Reihe wird am 20.05.2017 um 20 Uhr im Restaurant Tegtmayer stattfinden. Andere Events werden folgen“, schließt Rohit Patel vom Referat für internationale Studierende des AStA der TU Braunschweig.
Email: auslandsreferat@tu-braunschweig.de

PM „Deutschlandseminar als Vernetzungort der Neuen Rechten?!“

Am 1. Juli 2017 soll in den Räumen der Burschenschaft Thuringia, nahe dem Hauptcampus der Technischen Universität Braunschweig ein sogenanntes „Deutschlandseminar“ stattfinden. Wir als Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) sehen darin einen Versuch, an der Universität einen Ort der Vernetzung für Angehörige der Neuen Rechten und Rechtsextremen zu schaffen.
Das Leitthema der Veranstaltung ist „Die Bewahrung unserer Identität“. Um die Thematik zu diskutieren wurden mehrere Referenten eingeladen, die teils aus der extremen Rechten stammen. Eingeladen sind hierbei unter anderem Georg Immanuel Nagel, ehemaliger Sprecher der PEGIDA Wien und Mitorganisator von anderen ähnlichen Demonstrationen in ganz Österreich und mit starker Nähe zu der Identitären Bewegung. Dr. Dr. Thor von Waldstein, ehemaliger Bundesvorstand der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und der dazugehörigen Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), sowie ehemaliger Vorsitzender des Nationaldemokratischen Hochschulbundes (NHB), dem hochschulpolitishen Arm der NPD. In den letzten Jahren hielt] er Vorträge bei verschiedenen extrem rechten Vereinigungen, unter anderem der vom Verfassungsschutz beobachteten Burschenschaft Danubia in München.
Dazu ist Dr. Björn Clemens eingeladen, welcher 2002 bis 2006 stellvertretender Bundesvorsitzender der Republikaner (REP) war und der für eine starke Annäherung an die NPD eintrat. Dazu war er Rechtsbeistand für Udo Pastörs, Vorsitzenden der NPD in Mecklenburg-Vorpommern und die PEGIDA-Strukturen in Düsseldorf. Auch bei früheren Auflagen des Seminars gaben sich rechte Ideologen die Ehre. Darunter auch Personen wie Günther Zehm oder Franz Uhle-Wettler, welche das Gedenken an die Shoa in Frage stellten. Durch die Namensweiterführung des Seminars sehen wir eine ideologische Kontinuität zu den vorhergegangenen Seminaren.
Als Vertretung der Studierendenschaft ist es uns wichtig zu zeigen, dass es für Rechtsextremismus keinen Platz an unserer Universität geben darf. Wir verurteilen diese Entwicklungen, denn, die Werte der Technischen Universität Braunschweig werden verletzt und eine Studierendenschaft mit über 10% internationalen Studierenden herab gewürdigt. Schon in den vergangenen Monaten suchte die Burschenschaft Thuringia die Nähe zu rechten Organisationen in Braunschweig. Bei den letzten öffentlichen Veranstaltungen waren so immer wieder Gäste der JN und der Identitären Bewegung vor Ort. Eine solche Vernetzung muss offengelegt und entschieden verurteilt werden. Wir als AStA werden uns für das Seminar anmelden, um die Veranstaltung kritisch zu beobachten.


Kein Platz für rechte Umtriebe an der TU und anderswo.

 

 

Pressespiegel:

news38

Weltoffene Party

Das Referat für internationale Studierende und die Gauß Freunde e.V. laden euch zur „Weltoffenen Party“ am 20. Mai 2017 um 20 Uhr im Tegtmeyer (Kreuzstraße 117, 38118 Braunschweig).

Zuerst gibt es ein Konzert bestehend aus folgenden Bands:

  • Jose Gonzalez & Band
  • AUD SYN

Anschliessend beginnt die Party mit DJ Alejo.

Eintritt frei!!

Facebook Veranstaltung hier

VV der Studentinnen

Das autonome Frauen und Lesben-Referat lädt herzlich zur Studentinnen-VV im Sommersemester 2017 am 16.Mai um 17 Uhr im neuen Ref-Raum des FLR ein ! (im Grotrian, Zimmerstraße 24 C)

Kulturticketumfrage 2017

Liebe Studis,

seit Oktober gibt es das Kultursemesterticket, welches für wenig Geld ermöglicht, dass ihr ohne weitere Kosten ins Staatstheater Braunschweig gehen könnt. Da wir aber in dieser Thematik keinen Stillstand möchten, rufen wir euch auf zu einer Umfrage. Dabei geht es vor allem darum, ob ihr weiterhin Interesse an einem Ticket habt und wenn ja, mit welchen Institutionen inklusive und zu welchem Preis. Wir haben neben dem Staatstheater nun auch das LOT Theater, das Theater Fadenschein und das Internationale Filmfest Braunschweig zur Auswahl.
Ebenso würden wir uns freuen, wenn ihr uns Feedback zu eurer bisherigen Nutzung gebt. Wir hoffen mit der Umfrage euren Wünschen zu entsprechen und das unser Ticket weiter wächst.

Und hier der Link:
https://studip.tu-braunschweig.de/show_evaluation.php?evalID=6267035aaecd1db04beb56d439c9200b
Die Umfrage läuft bis zum 21.5.2017 23:59.

Viele Grüße,
euer AStA

Wahl – VV am 08.05.17

Liebe Kommiliton_innen,
auf der Vollversammlung wurde der starke Wunsch geäußert, eine eigene Vollversammlung zu den studentischen Wahlen abzuhalten, auf der alle zu besetzenden Gremien sowie (aktuelle) Arbeitsfelder vorgestellt werden.
Da die Termine für das Wahlverfahren erst unmittelbar vor der VV festgelegt wurden, mussten wir sofort reagieren und haben uns trotz der Kurzfristigkeit dazu entschlossen, eine Wahl-VV für kommenden Montag, den 08. Mai von 11.30 bis 13 Uhr im Audimax zu organisieren, da am selbigen Tag der Einreichungszeitraum für die Wahlvorschläge zu den Organen der  Studierendenschaft (Studierendenparlament, Fachschafts- und Fachgruppenräte) beginnt.
Wir, als Stupa-Präsidium, möchten explizit auch hochschulpolitisch Unerfahrenen die Möglichkeit geben, sich vor Ort zu informieren und anschließend in ihrem Studiengang zu organisieren – und dabei noch die Chance zu haben, sich selbst für das kommende Semester zur Wahl aufstellen zu lassen – die Einreichungsfrist für die Wahlvorschläge endet am 22.05.2017 um 14.00 Uhr. Die Wahlen für das kommende Semester werden dann vom 19. – 22. Juni 2017 stattfinden.
Dankenswerterweise wurde umgehend eine Ausfallempfehlung des Präsidenten für die Dauer der Wahl-VV ausgesprochen – eine Teilnahme hat deshalb keine negativen Konsequenzen für euer Studium. Weist eure Lehrenden gerne noch einmal darauf hin.
Die vorläufige TO gestaltet sich wie folgt:
TO:
TOP 0: Ständiges
TOP 1: Wahlen an der TU – Was wird überhaupt gewählt? Und wer organisiert das?
TOP 2: Fakultätsübergreifender Austausch: das Studierendenparlament (StuPa)
TOP 3: Im Fachbereich aktiv mitgestalten – Fachgruppen & Fachschaften
TOP 4: Verschiedenes