Studentische Vertretung im Akkreditierungsrat?!

Was ist Akkreditierung überhaupt?Wenn ihr euch damit nicht so auskennt, könnt ihr euch beim Studentischen Akkreditierungspool darüber Informieren.

Grundsätzlich ist die Akkreditierung wichtig, da es durch einen nicht akkreditierten Studiengang zu Nachteilen kommen kann. Das zeichnet sich zum Beispiel bei der Jobsuche oder bei der Bewerbung an anderen Universitäten ab, ebenso sind nichtakkreditierte Studiengänge nur bedingt BAföG-förderungsfähig und Abschlüsse müssen nicht anerkannt werden. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Akkreditierung wurde ein neuer Staatsvertrag von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen, welcher die Qualität der Studiengänge und die Mobilität der Studierenden sichern soll. Durch den neuen Staatsvertrag werden die Kompetenzen des Akkreditierungsrates deutlich gestärkt. Der Akkreditierungsrat setzt sich zusammen aus Vertreter_innen der Hochschulen, der Länder, internationalen Vertreter_innen und Vertretern_innen der Studierenden. Die Vertreter_innen der Studierenden werden von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bestellt.

Wir Studierenden sind im Studentischen Akkreditierungspool vertreten, welcher als Zusammenschluss der Bundesfachschaftentagungen, der Lan­desstudierendenvertretungen und des fzs besteht. Üblicherweise schlägt das Poolvernetzungstreffen (PVT) als höchstes Gremium des studentischen Akkreditierungspools die Studentische Vertretung im Akkreditierungsrat der HRK vor. Damit soll die Legitimation der Vertretung der Statusgruppe der Studierenden sichergestellt werden, da dort die größte Expertise liegt und aus dem Kreis eine für die Aufgabe geeignete Person entsendet wird.

Dieses Vertrauen, dass der Person ausgesprochen wird, scheint der HRK nicht genug. Die diesmal vorgeschlagene Person wurde von dieser Seite abgelehnt, da sie diese nicht für geeignet hält. Es wird auf der einen Seite zwar eine Person mit viel Erfahrung und Kompetenz gesucht, doch sollte diese auch nicht schon in einem höheren Semester sein. Dabei wird ausgeklammert, dass ein großer Erfahrungsschatz nur langfristig erwerbbar ist. Die HRK teilt diese Meinung des PVT nicht und sucht nun eigene studentische Vertreter_innen für dieses Gremium.

Als AStA sind wir über dieses Vorgehen überrascht und irritiert, da wir nicht nachvollziehen können, wieso die HRK diesen Schritt geht. Die studentische Vertretung selbst auszusuchen finden wir eindeutig verkehrt, da mit diesem Schritt verhindert wird, dass womöglich eine zu kritische Vertretung für die Studierendenschaft an dem Verfahren teilnimmt. Darum wünschen wir uns ein Zurückrudern der HRK und das die ausgewählte Vertretung akzeptiert wird. Studentische Gremien entscheiden mit Bedacht wen sie entsenden und das müssen auch die Universitätsleitungen akzeptieren.

Wir begrüßen hierzu, dass das Präsidium der TU Braunschweig unsere Meinung teilt und nach einem Gespräch eine entsprechende Mitteilung der LHK zukommen lässt, dass die TU Braunschweig keinen Studierenden vorschlagen wird. Des weiteren wird die LHK Niedersachsen dazu aufgefordert, wie bereits die Landeshochschulkonferenzen von Thüringen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein der HRK zurück zu melden, dass die Suche über den Studentischen Akkreditierungspool laufen solle.