Solidarität mit den Studierenden der HBK

Gestern Abend kam es in der Blumenstraße zur Besetzung von Räumlichkeiten der Hochschule für Bildende Künste (HBK) durch ihr eigenen Studierenden. Dieses Handeln resultiert aus einem hochschulinternen Konflikt zwischen dem Präsidium und Teilen der Studierendenschaft, welcher seit Monaten schwelt. Dabei geht es darum, dass die HBK keinen 24 Stunden Zugang zu den Ateliers und Werkräumen für ihre Studierenden mehr ermöglicht. Damit haben viele Studierende Probleme, da Kunst nicht wie andere akademische Disziplinen in straffen Zeitplänen entstehen kann und Freiräume braucht. Eine Weiterführung in den eigenen Räumlichkeiten ist zudem teilweise aufgrund der Größe der Werke nicht möglich und ein stetiger Zugang zu diesen somit umso wichtiger. Dieses Bestreben ist notwendig, damit sich die künstlerischen Energien der Studierenden sinnvoll entfalten können
Die Besetzenden schreiben hierzu auf ihrem Blog:
„Wir wollen aber nicht nur unsere Forderung nach jederzeit zugänglichen Ateliers durchsetzen, wir wollen mehr. Wir haben Visionen und Ideen für die HBK Braunschweig, die mehr sind als technokratische Optimierungen. Wir haben den Wunsch nach einer sozialen, lebenswerten Hochschule, die der Mittelpunkt unseres Lebens und Teil der Stadt ist. Diese Ideen werden wir jetzt verfolgen. […] Wir wollen Teil des sozialen Lebens im westlichen Ringgebiets sein. Wir werden in der Blumenstraße einen Infopoint einrichten und ein regelmäßiges Programm veranstalten, zu dem wir alle einladen und das wir öffentlich kommunizieren. […] Die ersten öffentliche Plenen finden am 17.10. Um 22:00 Uhr und am 18.10. Um 11:00 Uhr in der Blumenstraße statt“ […] Wir wollen die nächste Zeit in der Blumenstraße nutzen, um gemeinsam zu überlegen, wie wir die HBK Braunschweig weiterentwickeln möchten.“ (Selbstverwaltete Blumenstraße 24/7 Für Alle! online verfügbar unter: http://blumenstrasse36.blogsport.de)
Wir als Allgemeiner Studierendenausschuss der TU solidarisieren uns mit dem Wunsch nach diesen FreiräumenStudieren darf nicht durch vermeidbare Hürden gestört werden und nun gilt es für das Präsidium der HBK einzulenken. Ob TU oder HBK, wir sehen uns darin verpflichtet, die berechtigten Forderungen von Studierenden in Braunschweig und anderswo zu bekräftigen und unterstützen. Gerade nach der Landtagswahl gilt es auch für die Politik, dort einen studierendenfreundlichen Weg zu finden. Wir hoffen, dass auch weitere Forderungen und Wünsche anderer Studierendengruppen der HBK in dem Protest Platz finden können.