Der Anwesenheitspflichtsmelder ist zurück

Seit der Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) im Jahr 2015 gilt, in Niedersachsen gibt es keine pauschale Anwesenheitspflicht mehr. Das NHG schränkt die Verwendung auf die Fälle ein, in denen die Anwesenheit für das Erreichen der Lernziele oder des Lernziels einer Veranstaltung erforderlich ist. (§7 (4) Satz 1 NHG). Als Erstes denkt man dabei natürlich an Sprachkurse und praktische Übungen, beispielsweise im Labor. Bei anderen Lehrveranstaltungen ist es eben abhängig von den jeweiligen Lern- bzw. Qualifikationszielen.

In der Praxis führt dies leider immer wieder zu Problemen, die wir im letzten Semester auch mit dem Präsidium und dem Wissenschaftsministerium besprochen haben. Die pünktlich zum Semesterbeginn eingegangen Anfragen signalisieren uns jedoch, es besteht weiter Aufklärungsbedarf. Der Anwesenheitspflichtmelder geht also in die zweite Runde.

Teilt uns eure Erfahrungen mit! Ob das anonym oder bewusst mit Kontakt zu euch geschieht, entscheidet ihr selbst. Wir brauchen nur die passenden Informationen zur Veranstaltung. Also um welche Art von Veranstaltung handelt es sich? Ist es z.B. ein Tutorium, eine Vorlesung oder ein Seminar? Wie heißt das Seminar? In welches Modul ist es integriert und in welcher BPO studiert ihr? Bei wem findet das Seminar statt und wie wird die Anwesenheit kontrolliert? Warum verstößt die Erfassung der Anwesenheit gegen das NHG? Eine Anwesenheitspflicht muss durch die Qualifikationsziele gerechtfertigt sein, welche in den Modulhandbüchern zu finden sind. Zum direkten E-Mailformular kommt ihr hier.

Wir werden uns eure Fälle anschauen und diese dann mit der Universitätsleitung diskutieren. Natürlich hoffen wir auf möglichst wenige Meldungen.