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Afrika und Europa auf Augenhöhe – Zukunftsmusik?

Eine Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnissen

Politische Verfolgung, Kriege oder die Zerstörung der ökonomischen Lebensgrundlage sind ein häufiger Fluchtgrund. Spätestens seit dem Sommer 2015 ist seitens der EU-Regierungen viel von „Fluchtursachen“ die Rede. Diese müssten „bekämpft“ werden, denn nur so seien die Probleme wirklich bei der Wurzel zu fassen. Dass Deutschland und die EU einige dieser Faktoren durch ihre neokoloniale Wirtschaftspolitik erst produzieren, etwa um den billigen Zugang zu Rohstoffen zu sichern, wird in diesem Zusammenhang gerne verschwiegen.
Im Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, weshalb Fluchtursachen nur angemessen bekämpft werden können, wenn die im Kolonialismus entstandenen Dominanz- und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Afrika und Europa genauso zur Debatte stehen wie das auf Abschottung abzielende EU-Grenzregime. Außerdem soll es auch um die Frage gehen, worin die Chancen, Herausforderungen und Fallstricke in der Zusammenarbeit zwischen afrikanischen und europäischen Basisbewegungen liegen. Oder bleibt eine transnationale Solidarität für immer Zukunftsmusik?

Wann?  04.07.2018, 18:30
Wo? PK 4.4, Altgebäude der TU Braunschweig, Pockelsstraße 4 (barrierefrei)
Referent: Olaf Bernau (NoLager Bremen, Aktivist im transnationalen Netzwerk „afrique-europe-interact“)