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Demo- & Streikaufruf zum 08. März

Der Veranstaltungslink zur Demo: https://www.facebook.com/events/1844702742301430/

Demoaufruf (Text zum Ausklappen)

Seit mehr als 100 Jahren gibt es den internationalen Frauen*kampftag schon. Seit mehr als 100 Jahren gehen wir am 08. März auf die Straße, um auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen und streiken, streiten und kämpfen für unsere Rechte und gegen jegliche Unterdrückung. Mittlerweile gibt es das Frauenwahlrecht, Vergewaltigung in der Ehe ist strafbar und wir haben eine Frau als Kanzlerin. Das alles zeigt, dass Widerstand zu zur Überwindung von festgefahrenen Verhältnissen führt.

So why is this still a thing?
Patriarchale Strukturen reproduzieren immer noch klar definierte und starre Rollenbilder und verorten Frauen* als das „schwache“ Geschlecht in einer hierarchischen Gesellschaft. Egal, ob Erziehungs-, Haushalts- oder Pflegearbeit: unsere Arbeit wird gering geschätzt und unsichtbar gemacht. Wir verdienen ein Vielfaches weniger als Cis-Männer und kommen dadurch auch im Alter mit unserer Rente kaum über die Runden. Somit sind Frauen* einer doppelten Belastung ausgesetzt, wenn sie sich in der Lohnarbeit des kapitalistischen Wertesystems integrieren wollen.
Wir fordern Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, gleiche Entlohnung, Anerkennung der Sorgearbeit und eine verstärkte Repräsentation von Frauen* in allen Lebensbereichen.

Why is this still a thing?
Tagtäglich sehen wir uns in Werbung und Medien mit Sexismus und der Degradierung von Frauen* zu (Sex-)Objekten konfrontiert. Jede dritte Frau* in Europa war schon einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt, womit Belästigung und Gewalt gegen Frauen* ein fester Bestandteil unseres Alltags sind. Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper wird Frauen* oftmals abgesprochen. So sind zum Beispiel Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland illegal und werden von keiner Krankenkasse übernommen. Das Werbeverbot §219a verhindert ein einfaches Recht auf Informationen und kriminalisiert Ärzt*innen. Wir fordern ein Ende der Objektivierung und das Recht auf körperliche Selbstbestimmung!

Why is this still a thing?
Neben geschlechterbasierter Unterdrückung wirken auch andere Formen der Diskriminierung, wie etwa Rassismus und Antisemitismus, auf Frauen* weltweit. Daher ist es relevant, die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen zu beachten, da diese häufig ineinander übergreifen. Dies zeigt sich auch darin, dass rechtsextreme und völkische Organisationen wie die AfD oder die Identitäre Bewegung das Thema Feminismus für ihre eigene Agenda instrumentalisieren.
Wir fordern das Ende der Diskriminierung gegenüber Migrant*innen und eine intersektionale feministische Praxis!Why is this still a thing?
Der Blick auf Bewegungen in der ganzen Welt nach dem Sinne des internationalen Frauen*kampftages zeigt, dass wir bei den feministischen Kämpfen gegen die herrschenden Verhältnisse nicht alleine sind.
Weltweit kämpfen Frauen* gegen die verschiedensten Formen der Ausbeutung.
Wir möchten an alle erinnern, die tagtäglich Widerstand leisten. An die demonstrierenden Frauen* in Lateinamerika. An die kurdischen Frauen*, die militärisch für ihre Freiheit kämpfen. An die Frauen* in Bulgarien An die Millionen Frauen* in Spanien, die letztes Jahr ihre Arbeit niederlegten.
Nun möchten wir uns in Deutschland auch diesem Beispiel des Frauen*streiks anschließen und zeigen, dass wir diese Zustände nicht hinnehmen!

Wir streiken bundesweit am 8. März, indem wir.. (geklaut von frauenstreik.org)

… nicht zur Arbeit gehen.
… die Hausarbeit liegen lassen.
… andere nicht umsorgen und nicht für alle mitdenken.
… nicht zur Schule, Berufsschule oder Hochschule gehen.
… uns versammeln, austauschen und Pläne für unsere Zukunft schmieden.
… solidarisch mit allen streikenden Menschen sind.
… an der Demonstration teilnehmen und abends gemeinsam feiern!

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Geht mit uns am 08. März auf die Straße! Lasst uns öffentliche Plätze vereinnehmen und zeigen, dass wir mit allen Mitteln für ein schönes Leben kämpfen! Wir starten um 16 Uhr am Universitätsplatz (Pockelsstraße) und ziehen weiter in Richtung Innenstadt. Unterwegs wird es interessante Redebeiträge und musikalische Unterstützung geben. Enden wird die Demo am Platz der deutschen Einheit, von wo aus wir zum gemeinsamen Abendausklang im Nexus einladen.
Solidarisch miteinander streiken, kämpfen und feiern am 08. März- because it’s still a thing.