Meldestelle für von Rassismus an der TU Braunschweig Betroffene und Zeugen/Zeuginnen

***English version below***

Für unsere Meldestelle gibt es auch einen neuen Flyer!

Im Sommersemester 2018 haben wir zusammen mit dem Referat für Internationale Studierende eine Meldestelle für Menschen, die von Rassismus an der TU Braunschweig betroffen sind oder bezeugt haben ins Leben gerufen. Die Ergebnisse unserer Umfrage zu Rassismus an unserer Uni im Wintersemester 18/19 (siehe auch Beitrag zu der Umfrage) haben uns noch einmal gezeigt, wie wichtig eine solche Meldestelle ist. Insbesondere weil von offizieller Seite der Universität bedauerlicherweise weiterhin keine Unterstützstrukturen für Betroffene angeboten werden.

Für die Abläufe in unserer Meldestelle haben wir folgende Grundsätze festgelegt:

Anonymität

Wenn du dich an die Meldestelle wendest, ist deine Anonymität gesichert. Keine*r wird von uns erfahren, wer du bist und was du erlebt hast, auch nicht die Menschen, bei denen du rassistisches Verhalten erlebt hast.

Vertrauensvoller Raum

Die Meldestelle ist ein vertrauensvoller Raum. Uns geht es darum, dir bei deinen Rassismuserfahrungen zur Seite zu stehen und dich beim Umgang mit ihnen zu unterstützen. Hierbei wollen wir tolerant und respektvoll miteinander umgehen. Deine Erfahrungen und Berichte, egal welcher Art und von welchem Ausmaß, nehmen wir ernst, denn wir wollen Rassismus jeder Form an unserer Uni bekämpfen!

Keine voreiligen Aktionen

Zu einer vertrauensvollen Meldestelle gehört auch, dass wir keine voreiligen Aktionen unternehmen, ohne dass du als Betroffene*r oder Zeuge/Zeugin auch damit einverstanden bist. In erster Linie geht es darum, Betroffenen zu helfen. Etwaige Aktionen, wie zum Beispiel ein Gespräch mit der diskriminierenden Person, würden wir erst unternehmen, wenn wir uns genau angeguckt haben, was überhaupt passiert ist und überlegt haben, welche Aktion angemessen wäre. In erster Linie ist jedoch entscheidend, was du überhaupt unternehmen möchtest und womit du dich wohl fühlst!

Gespräch

Um das alles herauszufinden ist es uns wichtig, mit dir über deine Erfahrungen zu sprechen. Dabei gelten alle bereits genannten Prinzipien: Wir schaffen für das Gespräch einen vertrauensvollen Raum, in dem deine Anliegen anonym behandelt werden! Du sollst dich bei der ganzen Sache wohl fühlen!

Vorgehen und Optionen

In dem Gespräch geht es dann auch darum, wie du und wir mit deiner Erfahrung umgehen. Hierbei steht im Mittelpunkt, was wir dafür tun können, damit du dich besser fühlst. Einigen hilft es einfach, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Andere möchten, dass aktiv etwas unternommen wird, z.B., dass das Gespräch mit den Personen, durch die sie Rassismus erfahren hat gesucht wird. Wieder andere möchten ihre Erfahrungen publik machen. Je nach Erfahrung ist es unter Umständen evtl. sogar nötig, weitere Expert*innen dazu zu holen, zum Beispiel von der Opferberatung. Du siehst: die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen immer auch von dem speziellen Einzelfall sowie von den Wünschen der Betroffenen ab.

Reporting office for victims of racism at TU Braunschweig

During the summer semester 2018 we founded a reporting office for victims and witnesses of racism at TU Braunschweig together with the office for international students . The results of our survey about racism at our university during the winter semester 18/19 (for further information please see published report of the results of the survey) showed us the importance of such a reporting office. Especially because unfortunately there are no official supporting structures for victims offered by the university.

For the processes of our practices as a reporting office we set the following principles:

Anonymity

When you turn to the reporting office, we ensure your anonymity. Nobody will know from us who you are and what you’ve experienced. Especially not the people who have shown the racist behaviour.

Trustworthy room

The reporting office is a trustworthy room. We want to stand by your side with your experiences with racism. While doing so, we want to treat each other with tolerance and respect. We take your experiences and report seriously, no matter of which kind or extent they are. We want to fight any kind of racism at our university!

No rushed actions

A trustworthy reporting office includes that we don’t take any rushed actions without the consent of the victim or the witness. Above all we want to help the victims of racism. We would only take action, like talking to the discriminating person, after we would have taken a closer look at the situation together and thought about an appropriate way to react. As already said: the most important thing is what you want to do and what you feel comfortable with!

Conversation

In order to find out about such things it is important for us to talk with you about your experience. Here every principle mentioned is important: we create a trustworthy room, where your concerns are treated anonymously. You should feel comfortable in any moment of the process!

Procedure and options

The conversation is also held in order to find out how we together want to handle your experience. Here the focus lies on the question what we can do in order to make you feel better. For some people it helps just to talk about their experience. Others want to take action, for example arrange a conversation with the person they’ve experienced racism from. Others want to make their experiences public. Depending on the experience it might also be necessary to talk to experts for example from a professional victim consultation. As you can see, the options are diverse and depend on the certain case and the will of the victim.