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Überbrückungshilfe kann ab heute beantragt werden

Seit Dienstag (16. Juni 2020 um 12 Uhr) können Studierende Gelder über die sogenannte Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beantragen. Mit insgesamt 100 Millionen Euro sollen Studierende, die wegen der Corona-Pandemie nachweislich in akuter Notlage sind, finanziell unterstützt werden. Pro Student*in und Monat (Juni – August) werden nach geprüfter Bedürftigkeit 100 bis 500 Euro ausgezahlt. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Hilfen werden für Braunschweig über das Studentenwerk OstNiedersachsen vergeben. 

Zur Online-Beantragung geht’s hier:

www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de 

Zu den FAQ des Deutschen Studentenwerks geht es hier:

https://www.stw-on.de/nothilfe/

Bei Fragen wende dich bitte an die Hotline des BMBF: 0800 26 23 003 oder per Email: ueberbrueckungshilfe-studierende[at]bmbf.bund.de oder an die Sozialberatung des Studentenwerks OstNiedersachsen

Wir haben die wichtigsten Fragen zur Überbrückungshilfe in einem FAQ beantwortet.

FAQs

Wer kann die Überbrückungshilfe beantragen?

Wenn Du Dich nachweislich in einer akuten, pandemiebedingten Notlage befindest, z. B. weil dein Job weggefallen ist oder deine Familie dich pandemiebedingt nicht unterstützen kann, kannst Du Geld beantragen. Du musst an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert sein. Ob du in- oder ausländische*r Studierende*r bist, ist egal – die Kriterien sind für alle Studierenden gleich.

Du bekommst bereits finanzielle Hilfe?

Ob Du ein Darlehen, Stipendium oder ähnliches im Bezugsmonat bekommst, wirkt sich nicht auf die Überbrückungshilfe aus. 

Solltest du in dem Monat, in welchem du diese Überbrückungshilfe beantragst, pandemiebezogene Unterstützung (zum Beispiel von Notfonds, Stiftungen oder Fördervereinen) erhalten, so wird keine Nothilfe gewährt.

Du bekommst BAföG?
Dann kannst du trotzdem Überbrückungshilfe erhalten. Der BAföG-Bescheid wird nicht geprüft. Entscheidend ist, dass du dich in einer pandemiebedingten Notlage befindest und deine anderen Einnahmequellen weggefallen sind. Die Überbrückungshilfe wird auch nicht beim BAföG angerechnet, du erhältst dadurch nicht weniger BAföG.

Mit wie viel Geld ist bei der Überbrückungshilfe zu rechnen?

Pro Monat kannst du zwischen 100 und 500 Euro Zuschuss bekommen. Wie viel Geld du bekommst, ist von deiner Bedürftigkeit abhängig. Diese Bedürftigkeit wird mithilfe deines Kontostands bei Antragstellung festgestellt. Folgende Auflistung zeigt dir, wie viel Geld dir bei welchem Kontostand maximal zugeteilt werden kann:

weniger als 100,00 € auf dem Konto = 500,00 € Zuschuss

zwischen 100,00 € und 199,00 € auf dem Konto = 400,00 € Zuschuss

zwischen 200,00 € und 299,00 € auf dem Konto = 300,00 € Zuschuss

zwischen 300,00 € und 399,00 € auf dem Konto = 200,00 € Zuschuss

zwischen 400,00 € und 499,00 € auf dem Konto = 100,00 € Zuschuss

Wenn Du mehr als 500 Euro auf Deinem Konto hast, ist von einer Antragstellung abzusehen.

Entscheidend ist der Kontostand am Vortag der Antragstellung. Das bedeutet beispielsweise: Wenn Du den Antrag am 20. Juni 2020 stellst, ist der Kontostand vom 19. Juni 2020 relevant. 

Das bedeutet auch: Bitte überweise die Rückmeldegebühren zum Wintersemester frühzeitig, damit du trotzdem Anrecht auf Überbrückungshilfe hast. !

Muss die Überbrückungshilfe zurückgezahlt werden?

Nein, es handelt sich um einen nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss. 

Für welche Monate kann ein Antrag gestellt werden?

Der Antrag kann nur jeweils einzeln für die Monate Juni, Juli und August 2020 gestellt werden. Für jeden Monat ist ein neuer Antrag notwendig. Nur wenn die pandemiebedingte Notlage weiterbesteht, ist eine erneute Antragstellung für einen weiteren Monat zulässig. Diesbezüglich halten wir Dich auf dem Laufenden.

Wann kann der Antrag gestellt werden und wie schnell wird er bearbeitet?

Der Antrag kann seit dem 16. Juni 2020 gestellt werden. Bearbeitet werden die Anträge jedoch erst ab dem 25. Juni 2020. Die eingegangenen Anträge werden dann geprüft und die Auszahlungen veranlasst. Je nachdem wie viele Anträge eingehen werden, kann dies länger dauern. 

Welche Dokumente werden für die Antragstellung benötigt? 

• Die Immatrikulationsbescheinigung Deiner Hochschule fürs Sommersemester 2020 

• Deinen Personalausweis oder einen gleichwertigen Identitätsnachweis, zum Beispiel Reisepass mit Meldebescheinigung 

• Eine Bankverbindung in Deutschland 

• Deine Erklärung, dass Du für den Monat, in welchem Du diese Überbrückungshilfe beantragst, keine weitere pandemiebezogene Unterstützung beantragt hast (zum Beispiel von Notfonds, Stiftungen oder Fördervereinen) bzw. aus bereits gestellten keine weiteren Hilfen erwartest

• Deine Erklärung, warum Du Dich in einer pandemiebedingten Notlage befindest und wenn möglich einen Beleg dafür (z. B. Kündigung des Arbeitsverhältnisses, Selbsterklärung zum Wegfall der bisherigen Erwerbstätigkeit, oder eine Selbsterklärung, dass die familiäre Unterstützung pandemiebedingt weggefallen ist)

• Die Kontoauszüge aller Deiner Konten über deren Bestände Du kurzfristig verfügen kannst (also z.B. keine Bausparkonten) seit Februar oder März 2020, abhängig vom letzten Eingang Deiner Einkünfte. Du darfst auf diesen Auszügen nichts schwärzen, sonst gilt dein Antrag als unvollständig,

• Deine Erklärung, dass mit einem erfolgreichen Abschluss Deines Studiums zu rechnen ist

Was passiert, wenn meine Angaben nicht korrekt oder nicht vollständig sind?
Dann erhältst du leider keine Überbrückungshilfe.

Bei Fragen oder technischen Problemen mit der Antragsstellung, wende dich bitte an die Hotline des BMBF: 0800 26 23 003 oder per Email: ueberbrueckungshilfe-studierende[at]bmbf.bund.de oder an die Sozialberatung des Studentenwerks OstNiedersachsen

Weitere Infos findest du hier:

https://www.studentenwerke.de/de/content/zuschuss-für-studierende-akuter-notlage