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Referat für Barrierefreiheit

Das Referat kümmert sich um die Probleme von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen. Sei es ein nicht behindertengerechter Zugang zu einem Gebäude oder die fehlende Rücksichtnahme von Dozierenden auf eine Behinderung oder eine chronische Erkrankung. Es wird von der Vollversammlung von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen gewählt.

Beratungen können nach Vereinbarung individuell im geschützten Rahmen stattfinden. Bei Fragen und/oder problematische Situationen können Studierende sich gerne an das Referat wenden. Die Anfragen werden vertraulich, anonym und mit großer Sorgfalt behandelt sowie zeitnah beantwortet.

UPDATE:

Mit der neuen Satzung der Studierendenschaft ( https://www.tu-braunschweig.de/stupa/ordnungen) vom seit 05.11.2020 erhält das Referat für Barrierefreiheit jetzt offiziell den Status eines autonomen Referates.

Was bedeutet das nun?

Autonome Referate sind Interessensgruppen, welche eng mit dem Gremien der Studienrenden und der Universität zusammen arbeiten, sie sind diesen jedoch gegenüber unabhängig – autonom eben. Die Referent*innen von autonomen Referate werden direkt von den betroffenen Studierenden auf den jährlichen Vollversammlungen gewählt.

Aktuell gewählte studentische Vertretung

Hallo, ich bin Loreen Kaiser und studiere „Medientechnik und Kommunikation“ im Master an der TU.

Seit Wintersemester 2017/18 bin ich die studentische Interessenvertretung aller Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen.

Ich setze mich für eine barrierefreie Universität sowie der Gleichstellung von behinderten und chronisch kranken Studierenden ein. Auf der Vollversammlung behinderter und/oder chronisch kranker Studierenden informiere ich euch mindestens ein mal im Semester über meine Arbeit.

Habt ihr außerhalb der Vollversammlung noch Wünsche, Anfragen oder Probleme, kann ich flexibel einen Gesprächstermin persönlich sowie online vereinbaren.

Anliegen an:  asta-barrierefreiheit@tu-braunschweig.de



Meldung fehlender Barrierefreiheit

Es kommt leider immer wieder zu Barrieren im studentischen Alltag an der TU Braunschweig. Um diese besser zu erkennen, benötigen wir eure Mithilfe. Hier besteht die Möglichkeit bestehende Barrieren anonym zu melden. Wir werden diesen dann nachgehen und uns dann ggf. mit den zuständigen Stellen um eine Lösung bemühen.

Meldungen können hier gemacht werden:  Barrieremelder



Aufruf

Studieren mit Beeinträchtigung – Was können wir aus dem digitalen Semester lernen?

Für einen Beitrag im Magazin der TU Braunschweig (https://magazin.tu-braunschweig.de/) sucht die Stabsstelle Presse und Kommunikation Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die in ihrem Studium Barrieren begegnen.

Wir möchten über das Online-Semester an der TU Braunschweig aus Ihrer Perspektive sprechen! Uns interessiert besonders: Was hat sich durch Corona verändert? Welche positiven Effekte bringt die Onlinelehre mit sich, welche Barrieren haben sich verringert? Wo gibt es Verbesserungsbedarf, welche Herausforderungen bestehen nach wie vor und was können wir aus dem digitalen Semester lernen?

Dazu möchten wir kurze Interviews mit Freiwilligen führen und sie (gegebenenfalls mit einem Foto) kurz vorstellen.

Der Beitrag wird im Magazin (https://magazin.tu-braunschweig.de/) veröffentlicht und auf Facebook, Twitter und Instagram geteilt sowie in unseren wöchentlichen Newsletter „Die Woche“ aufgenommen.

Interessierte können sich per Mail an viktoria.heyer@tu-braunschweig.de wenden.



Psychosoziales Beratungsangebot in Braunschweig

Die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerk OstNiedersachsen hat ein Verzeichnis veröffentlicht, welche wichtige Adressen für Beratung, Krisenintervention und unterstützende Stellen in Braunschweig beinhaltet.

Mehr dazu: Psychosoziales Beratungsangebot in Braunschweig



Studium und Behinderung in den Medien

Medienkompetenz blinder und sehbeeinträchtigter Studierender

Studierende, die mit Assistiven Technologien arbeiten, benötigen spezifische Medienkompetenz. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Untersuchung zur Passung der während der Schulzeit erworbenen spezifischen mit der an der Hochschule geforderten Medienkompetenz dar. Hiervon ausgehend werden schul- und hochschulübergreifende Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der spezifischen Medienbildung vorgeschlagen.

    • Drolshagen, Birgit & Klein, Ralph (2019). Medienkompetenz blinder und sehbeein­trächtigter Studierender – Eine Frage der Gestaltung passgenauer Übergänge. In: Drolshagen, Birgit & Schnurnberger, Marion (Hrsg.): Sehen in Kontexten. Perspektiven auf Wahrnehmung, Sehbeeinträchtigung und Blindheit. Festschrift für Renate Walthes. Würzburg: Edition Bentheim, S. 144-161
    • Übersicht über die Fachliteratur in der IBS-Online-Bibliothek

Nachteilsausgleiche – Empfehlung zur Definition des anspruchsberechtigten Personenkreises in Hochschulgesetzen

Um eine diskriminierungsfreie Anwendung des Rechts auf Nachteilsausgleiche im Hochschulbereich zu unterstützen, empfiehlt der Beirat der IBS, in die hochschulrechtlichen Regelungen zu Nachteilsausgleichen einen Bezug zur Legaldefinition von Behinderung gemäß § 3 Bundesbehindertengleichstellungsgesetz aufzunehmen.

Damit würden die Länder den Bezug zum modernen, sich an der UN-Behindertenrechtskonvention orientierenden Behinderungsbegriff stärken. Nach diesem sind auch Studierende, deren chronische und länger andauernden Erkrankungen (z.B. Rheuma, Multiple Sklerose, Essstörung, Autismus-Spektrum-Störung) zu Teilhabebeeinträchtigungen führen, Menschen mit Behinderungen.

Mehr dazu: Empfehlung des Beirats der IBS „Nachteilsausgleiche für Studierende mit Behinderungen in Prüfungen – Definition des anspruchsberechtigten Personenkreises in Hochschulgesetzen“


Rechtsprechung: Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung im Falle einer schweren psychischen Erkrankung

Mit dem Urteil vom 11.12.2019 erkennt das Oberverwaltungsgericht für das Land Mecklenburg-Vorpommern die besondere Situation einer Studierenden mit schwerer psychischer Erkrankung (Zwangsstörung) an und verpflichtet das zuständige Amt für Ausbildungsförderung zur Gewährung von Ausbildungsförderung trotz mehrfachen vorangegangenen Fachrichtungswechsels bzw. Studienabbruchs. Das Urteil ist rechtswirksam.

Strittig war, ob die mehrfachen Fachrichtungswechsel/Studienabbrüche aus krankheitsbedingten unabweisbaren Gründen erfolgten. Das Gericht bejahte dies, da für die Klägerin die vorgenommenen Studienabbrüche und Fachrichtungswechsel in der Situation ihrer schweren psychischen Erkrankung bei subjektiver Betrachtung unabweisbar waren. „Die Klägerin“, so das Gericht, „konnte krankheitsbedingt nicht anders handeln, sie hatte keine Wahl. Das Gericht verkennt nicht, dass der vorliegende Fall durch die Besonderheit gekennzeichnet ist, dass die ausbildungsbezogenen Handlungen der Klägerin bei objektiver Betrachtungsweise nicht rational waren. Objektiv vernünftig wäre es gewesen, ein Studium gar nicht erst aufzunehmen oder frühzeitig abzubrechen.

Die Vorschrift des § 7 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BAföG bietet aber Raum für eine rein subjektive Beurteilung der jeweiligen Ausbildungsentscheidung im Sinne einer (mangelnden) Vorwerfbarkeit. Der Sachverhalt ist wertungsmäßig nicht anders zu betrachten als der Fall eines Auszubildenden, der krankheitsbedingt ein Studium nach Beginn des vierten Fachsemesters abbrechen muss.“

Mehr dazu: Oberverwaltungsgericht für das Land Mecklenburg-Vorpommern 1. Senat, Urteil vom 11.12.2019, 1 LB 120/17


Podcast: trotz ms … studieren

Beim „trotz ms DER PODCAST“ dreht sich alles um das Leben mit Multipler Sklerose.

In der ersten Podcast-Folge erzählt MS-Patientin und Instagram- Bloggerin Mo, was sie dazu antreibt, sich trotz Höhen und Tiefen ihren Traum vom Jurastudium zu verwirklichen.

Mehr dazu: trotz ms…studieren. Mo über ihr Jurastudium


Neue Broschüre für Diskriminierungsschutz an Hochschulen

Broschüre "Bausteine für einen systematischen Diskrimierungsschutz an Hochschulen"

Sexuelle Belästigung, Mobbing aufgrund der sexuellen Identität oder rassistische Beleidigungen machen auch vor Hochschulen nicht halt. Hochschulen sehen sich daher verstärkt in der Verantwortung einen umfassenden Diskriminierungsschutz sicherzustellen.

Die Broschüre Bausteine für einen systematischen Diskriminierungsschutz an Hochschulen zeigt auf, wo sie ansetzen können.

Mehr dazu: Broschüre für Diskriminierungsschutz an Hochschulen


Immer mehr Studierende suchen psychologische Hilfe

In einem aktuellen Artikel der Süddeutsche Zeitung wird über den wachsenden Druck auf Studierende berichtet. Gründe gäbe es dafür eine Vielzahl, beispielsweise seien die Studiengänge heute verschulter und damit strikter, so gäbe es mehr Vorgaben und wenig Spielraum. Hilfe fänden die Studierenden in solche Situationen bei der psychologischen Beratungsstelle des Münchner Studentenwerks.

Mehr dazu: Immer mehr Studierende suchen psychologische Hilfe


Datenerhebung „beeinträchtigt studieren – best2“

Das zweite Mal wurden im Wintersemester 2016/17 Studierende mit Beeinträchtigungen bundesweit zu ihrer Studiensituation befragt und die Ergebnisse Ende September 2018 veröffentlicht.

Es gibt auf dem Weg zur inklusiven Hochschule kleine Fortschritte, aber viele Barrieren müssen noch abgebaut werden. Die Befragung richtete sich an die 11 % Studierenden, die laut Sozialerhebung des DSW eine studienrelevante Beeinträchtigung haben. An der Befragung beteiligten sich ca. 20.000 Studierende von 153 Hochschulen.

Die Ergebnisse der Studie können hier nachgelesen werden: Endbericht-best2


Wie inklusiv ist das deutsche Hochschulsystem?

In der Ausgabe des Online-Magazin „denk-doch-mal.de“ ist aktuell ein Artikel über das Thema Inklusion im Hochschulbereich von Dr. Christiane Schindler (Leiterin der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks) veröffentlicht.

Mehr dazu:    Wie inklusiv ist das deutsche Hochschulsystem?


Wenn es nur noch Hell und Dunkel gibt

Das Studium mit einer starken Seheinschränkung stellt betroffene Studierende häufig vor große Herausforderungen. Im Spiegel Online ist ein Artikel über einen Studenten der Öko-Agrarwissenschaft erschienen, welcher fast blind ist und sich seinen Weg durch den Studienalltag bahnt.

Mehr dazu:    Wenn es nur noch Hell und Dunkel gibt