Antirassismusreferat

Das Antirassismusreferat beschäftigt sich mit Rassismus an der und rund um die Uni und in Braunschweig. Mit unseren Aktionen wollen wir Rassismus entgegenwirken und Orte für ein tolerantes und solidarisches Miteinander bieten. Gerne dienen wir als Ansprechpartner bei Problemen mit Rassismus.

Kontakt unter:
Email: asta-antirareferat@tu-braunschweig.de
oder bei Facebook: AStA.Antirareferat


Spieleabend Identitätenlotto

Wie ist das Leben in einer anderen Identität?

Dieser Frage wollen wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag 2019 spielerisch nachgehen. Zusammen mit dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies wollen wir am Dienstag um 17:30 Uhr in der Frauenbibliothek das Spiel Identitätenlotto spielen.

Hier bekommst du eine neue, zufällig gezogene Spielidentität und durchläufst verschiedene Lebensthemen. So betrachtest du das Leben aus einer anderen Perspektive. Dabei wird Geschlecht, sexuelle Orientierung und Herkunft zum Thema – und wichtige Fragen des Lebens diskutiert.

Um ausreichend Spiele dabei zu haben, bitten wir um Anmeldung unter:
anmeldung-gender-studies@tu-braunschweig.de


Meldestelle für von Rassismus an der TU Braunschweig Betroffene und Zeugen/Zeuginnen

***English version below***

Für unsere Meldestelle gibt es auch einen neuen Flyer!

Im Sommersemester 2018 haben wir zusammen mit dem Referat für Internationale Studierende eine Meldestelle für Menschen, die von Rassismus an der TU Braunschweig betroffen sind oder bezeugt haben ins Leben gerufen. Die Ergebnisse unserer Umfrage zu Rassismus an unserer Uni im Wintersemester 18/19 (siehe auch Beitrag zu der Umfrage) haben uns noch einmal gezeigt, wie wichtig eine solche Meldestelle ist. Insbesondere weil von offizieller Seite der Universität bedauerlicherweise weiterhin keine Unterstützstrukturen für Betroffene angeboten werden.

Für die Abläufe in unserer Meldestelle haben wir folgende Grundsätze festgelegt:

Anonymität

Wenn du dich an die Meldestelle wendest, ist deine Anonymität gesichert. Keine*r wird von uns erfahren, wer du bist und was du erlebt hast, auch nicht die Menschen, bei denen du rassistisches Verhalten erlebt hast.

Vertrauensvoller Raum

Die Meldestelle ist ein vertrauensvoller Raum. Uns geht es darum, dir bei deinen Rassismuserfahrungen zur Seite zu stehen und dich beim Umgang mit ihnen zu unterstützen. Hierbei wollen wir tolerant und respektvoll miteinander umgehen. Deine Erfahrungen und Berichte, egal welcher Art und von welchem Ausmaß, nehmen wir ernst, denn wir wollen Rassismus jeder Form an unserer Uni bekämpfen!

Keine voreiligen Aktionen

Zu einer vertrauensvollen Meldestelle gehört auch, dass wir keine voreiligen Aktionen unternehmen, ohne dass du als Betroffene*r oder Zeuge/Zeugin auch damit einverstanden bist. In erster Linie geht es darum, Betroffenen zu helfen. Etwaige Aktionen, wie zum Beispiel ein Gespräch mit der diskriminierenden Person, würden wir erst unternehmen, wenn wir uns genau angeguckt haben, was überhaupt passiert ist und überlegt haben, welche Aktion angemessen wäre. In erster Linie ist jedoch entscheidend, was du überhaupt unternehmen möchtest und womit du dich wohl fühlst!

Gespräch

Um das alles herauszufinden ist es uns wichtig, mit dir über deine Erfahrungen zu sprechen. Dabei gelten alle bereits genannten Prinzipien: Wir schaffen für das Gespräch einen vertrauensvollen Raum, in dem deine Anliegen anonym behandelt werden! Du sollst dich bei der ganzen Sache wohl fühlen!

Vorgehen und Optionen

In dem Gespräch geht es dann auch darum, wie du und wir mit deiner Erfahrung umgehen. Hierbei steht im Mittelpunkt, was wir dafür tun können, damit du dich besser fühlst. Einigen hilft es einfach, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Andere möchten, dass aktiv etwas unternommen wird, z.B., dass das Gespräch mit den Personen, durch die sie Rassismus erfahren hat gesucht wird. Wieder andere möchten ihre Erfahrungen publik machen. Je nach Erfahrung ist es unter Umständen evtl. sogar nötig, weitere Expert*innen dazu zu holen, zum Beispiel von der Opferberatung. Du siehst: die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen immer auch von dem speziellen Einzelfall sowie von den Wünschen der Betroffenen ab.

Reporting office for victims of racism at TU Braunschweig

During the summer semester 2018 we founded a reporting office for victims and witnesses of racism at TU Braunschweig together with the office for international students . The results of our survey about racism at our university during the winter semester 18/19 (for further information please see published report of the results of the survey) showed us the importance of such a reporting office. Especially because unfortunately there are no official supporting structures for victims offered by the university.

For the processes of our practices as a reporting office we set the following principles:

Anonymity

When you turn to the reporting office, we ensure your anonymity. Nobody will know from us who you are and what you’ve experienced. Especially not the people who have shown the racist behaviour.

Trustworthy room

The reporting office is a trustworthy room. We want to stand by your side with your experiences with racism. While doing so, we want to treat each other with tolerance and respect. We take your experiences and report seriously, no matter of which kind or extent they are. We want to fight any kind of racism at our university!

No rushed actions

A trustworthy reporting office includes that we don’t take any rushed actions without the consent of the victim or the witness. Above all we want to help the victims of racism. We would only take action, like talking to the discriminating person, after we would have taken a closer look at the situation together and thought about an appropriate way to react. As already said: the most important thing is what you want to do and what you feel comfortable with!

Conversation

In order to find out about such things it is important for us to talk with you about your experience. Here every principle mentioned is important: we create a trustworthy room, where your concerns are treated anonymously. You should feel comfortable in any moment of the process!

Procedure and options

The conversation is also held in order to find out how we together want to handle your experience. Here the focus lies on the question what we can do in order to make you feel better. For some people it helps just to talk about their experience. Others want to take action, for example arrange a conversation with the person they’ve experienced racism from. Others want to make their experiences public. Depending on the experience it might also be necessary to talk to experts for example from a professional victim consultation. As you can see, the options are diverse and depend on the certain case and the will of the victim.


Umfrage zu Rassismus an unserer Uni liefert Anhaltspunkte für Status quo

Teilnehmende berichten von Rassismuserfahrungen – Aufruf zu Solidarität mit Betroffenen

Im Dezember 2018 haben wir als Antirassimusreferat des AStA eine Umfrage zum Thema „Rassismus an unserer Universität“ über die Onlineplattform Stud.IP durchgeführt. Alle Studierenden und Beschäftigten der TU Braunschweig mit einem Stud.IP Zugang waren dazu aufgerufen uns anonymisiert ihre Erfahrungen mit dem Thema Rassismus an unserer Universität mitzuteilen. Insgesamt beteiligten sich an der Umfrage 1258 Personen, für deren Geduld bei der Abfrage und die teilweise sehr konstruktiven Kommentare wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchten. Eine Übersicht mit allen Ergebnissen erreicht ihr über die Homepage des AStA und die Unterseite des Antirassismusreferats.

Ziel der Umfrage und Repräsentativität

Von den Ergebnissen der Befragung erhofften wir uns in erster Linie ein allgemeines Stimmungsbild zum Thema Rassismus an unserer Uni. Um eine möglichst große Vielzahl an Berichten zu Erfahrungen und Beobachtungen zu erhalten, wurden die Fragestellungen bewusst offen formuliert. Außerdem sollte über das Kommentarfeld Betroffenen sowie Zeuginnen und Zeugen die Möglichkeit gegeben werden, von ihren Erfahrungen zu berichten. Trotz der großen Zahl an Teilnehmenden können die Ergebnisse nicht auf die Gesamtheit aller Studierenden und Beschäftigten an der TU übertragen werden, da anzunehmen ist, dass sich in erster Linie Menschen mit Erfahrungen und/oder Bobachtungen zu rassistischer Diskriminierung zu einer Teilnahme an der Umfrage animiert fühlten, wodurch diese Gruppe im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Teilnehmenden vermutlich überrepräsentiert ist.

Viele machen „häufiger“ Erfahrungen/Beobachtungen zu Rassismus an der Uni

95 % der Teilnehmenden waren Studierende verteilt über alle sechs Fakultäten, wobei aus jeder einzelnen Fakultät mind. 100 Studierende teilnahmen. Die restlichen 5% setzten sich aus Lehrkräften und weiteren Beschäftigten der Universität zusammen. Unter allen Teilnehmenden antworteten 19% mit „Ja“ auf die Frage „Hast du schon mal Erfahrungen mit irgendeiner Art von rassistischer Diskriminierung an unserer Uni gemacht?“. Knapp die Hälfte der Menschen mit Erlebnissen zu rassistischer Diskriminierung waren selbst betroffen, während der andere Teil als Zeuge oder Zeugin dabei war. In den meisten Fällen handelte es sich laut Angabe der Teilnehmenden um „einmalige“ Erfahrungen/Beobachtungen (12 % aller Teilnehmenden). Während nur sehr wenige der Teilnehmenden bei der Regelmäßigkeit von Begegnungen mit rassistischer Diskriminierung „alltäglich“ auswählten (1%), machten über 100 Personen (10%) „häufiger“ Erfahrungen/Beobachtungen.

In den meisten Situationen ging die rassistische Diskriminierung von Studierenden aus. In den 26 Kommentaren, die Berichte über persönliche Erfahrungen oder Beobachtungen enthielten, wurden jedoch auch mehrfach rassistische Diskriminierungen durch Beleidigungen, ausgrenzende Gruppeneinteilungen oder eine herabwürdigende Art der Kommunikation durch Beschäftigte einzelner Institute beschrieben (weitere Beispiele findet ihr in den Umfrageergebnissen auf der Homepage des AStA und der Unterseite des Antirassismusreferats).

Ergebnisse verdeutlichen großen Handlungsbedarf für alle Beteiligten

Die Ergebnisse der Umfrage und Auswertung der Kommentare zeigen deutlich, dass leider auch unsere Uni nicht rassismusfrei ist und viele Menschen in ihrem universitären Alltag mit rassistischer Diskriminierung zu kämpfen haben. Für Leute, denen es schwer fällt die Präsenz rassistischer Diskriminierung an unserer Uni anzuerkennen, liefern die Umfrageergebnisse eindeutige Hinweise und verdeutlichen den enormen Handlungsbedarf. Während von offizieller Seite der Universität bedauerlicherweise weiterhin keine Unterstützungsstrukturen für Betroffene angeboten werden, möchten wir als Antirassismusreferat die von uns eingerichtete Meldestelle im kommenden Sommersemester weiter bekannt machen. Außerdem werden wir in weiteren Veranstaltungen für das Thema Rassismus an der Hochschule sensibilisieren und antirassistische Themenschwerpunkte setzen. Letztendlich ist es die Aufgabe von allen Menschen an der TU Braunschweig sich jeden Tag gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen einzusetzen und mit den Betroffenen zu solidarisieren. Denn nur so können wir einen diskriminierungsfreien Alltag für alle ermöglichen.

Euer Antirassismusreferat

Kontakt: asta-antirareferat@tu-braunschweig.de

Facebook: asta.antirareferat


Umfrage zum Thema Rassismus an der TU Braunschweig ist ausgewertet

Im Dezember 2018 haben wir als Antirassismusreferat des AStA eine Umfrage zum Thema „Rassismus an unserer Universität“ über die Onlineplattform Stud.IP durchgeführt. Alle Studierenden und Beschäftigten der TU Braunschweig mit einem Stud.IP Zugang waren dazu aufgerufen uns anonymisiert ihre Erfahrungen mit dem Thema Rassismus an unserer Universität mitzuteilen.

Unter dem unten stehenden Link findet ihr eine Auswertung der Umfrage:

Ergebnisse der Umfrage zum Thema Rassismus an der TU Braunschweig im WS 18/19

Euer Antirassismusreferat

Kontakt: asta-antirareferat@tu-braunschweig.de

Facebook: asta.antirareferat


Vortrag: Feminismus von Rechts

Auch wir als Antirassismus-Referat haben im Rahmen der Reihe „Why is this still a thing?“ des Frauen*kampftags 2019 eine Veranstaltung organisiert.

Wir freuen uns schon sehr, am Freitag, 08.02.2019 Franziska Vaessen (Projektmitarbeiterin Gender Studies, Goethe-Universität Frankfurt) für den Vortrag „Feminismus von Rechts“ begrüßen zu dürfen.

Während Antifeminismus und Anti-Gender-Diskurse Allianzen zwischen rechten Strömungen zum Teil erst ermöglichen und die heraufbeschworene ‚Gender-ldeologie‘ Ziel rechtspopulistischer Angriffe ist, nutzen insbesondere Akteur*innen der Neuen Rechten Frauenrechte und die Kritik an Sexismus und sexualisierter Gewalt für ihre nationalistische und rassistische Agenda. Im Vortrag wird exemplarisch aufgezeigt, welche Aktionsformen und Argumentationsmuster dem zugrunde liegen und inwiefern diese (nicht) an feministische Forderungen anschlussfähig sind.

Wann? Freitag, 08.02. 2019, 18:30 Uhr
Wo? PK 4.4 im Altgebäude der TU Braunschweig, Pockelsstraße 4 38106 Braunschweig (barrierefrei)

#f_kt19 #f*kt19 #feminism #meTU


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Ankündigung: Workshop „Rassismuskritische Methoden in der Bildungsarbeit“

Bildet euch und andere!

– gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung!

Das Antirareferat lädt zum Workshop ein.

Am 16.12.2017, von 10 bis 16 Uhr

in Raum PK 3.1. (Pockelsstraße 3)

 

Auf globaler Ebene, in Deutschland und im täglichen Zusammenleben – Rassismus ist auf verschiedenen Ebenen verbreitet und prägt diese Gesellschaft. Mit rassistische Begründungen werden globale Ungleichheiten gerechtfertigt, werden Menschen ausgegrenzt und andere bevorzugt. Oftmals unhinterfragt ist unser Alltag davon durchdrungen und findet ganz aktuell in rechten Bewegungen einen weiteren Auftrieb.

In einem sechsstündigen Workshop wollen wir mit euch Methoden antirassistischen Bildungsarbeit ausprobieren. Dabei werden wir verschiedene interaktive Methoden rund um das Thema vorstellen und insbesondere zur globalen Reichtumsverteilung und Fluchtbewegungen, dem Gewaltbegriff und Formen der Zivilcourage arbeiten.

Unser Ziel ist es zum einen mit euch inhaltlich zu diskutieren und zum anderen hoffen wir euch Anregung zu geben, diese oder andere Methoden bei eigener Bildungsarbeit selbst anzuwenden. Wir finden es wichtig, dass dieses Thema mehr behandelt und mittels spannender Methoden Interesse und Handlungsbedarf geweckt wird.

Bitte meldet euch per Mail bei uns an, damit wir wissen, wie viele kommen:

asta-antirareferat@tu-braunschweig.de

 


Aktionen im Wintersemester 2017/2018

  • Workshop zum Thema „Rassismuskritische Methoden in der Bildungsarbeit“
  • Einrichtung einer Beschwerdestelle für rassistische Vorfälle an der Universität
  • Unterstützung der Arbeitsgruppen von „United for Solidarity“
  • Information über & Sensibilisierung für das Thema Rassismus und Flucht & Migration

Aktionen im Sommersemester 2017

  • United for Solidarity (monatliches Treffen zum Aufbau für Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete in und um Braunschweig. Aktuelles Treffen siehe unten)
  • Workshop zum Umgang mit Stammtischparolen (Details folgen)
  • Sommerabend mit Picknick, Open Stage, Poetry Slams etc. (Details folgen)
  • Aktion zur Bundestagswahl