Bildungsökonomie

Zur Ökonomisierung der Hochschulen sowie
den nicht enden wollenden Bildungsgebühren

Referat für Bildungsökonomie

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Ware, Wettbewerb, Wissenschaft

Über die Ökonomisierung des Bildungs- und Hochschulwesens

 

Spätestens im Zuge der sich häufenden Schüler*innen- und Studierendenproteste seit 2002 wurde mit Slogans wie Bildung ist keine Ware“ wieder vermehrt Kritik am Zustand des Bildungssystems in die Öffentlichkeit getragen und auch das Thema Studiengebühren sorgt bis heute in aller Regelmäßigkeit für kontroverse Debatten. In diesem Text soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wie Bildung im Allgemeinen und die Hochschule im Speziellen in der gegenwärtigen Gesellschaft organisiert ist und welche Funktionen sie in dieser erfüllt. […]

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Langzeitstudiengebühren

 

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) tadelte bereits 2001:

 

Wer Studienzeiten verkürzen wolle, müsse für eine sichere Studienfinanzierung, eine gute Studienberatung und auch für Studienreformen sorgen. Die Daten der Sozialerhebung des DSW widerlegten das Klischee der „Bummelstudenten“. Wer stolz darauf sei, von Langzeitstudierenden Millionen zu kassieren, müsse sich vielmehr fragen lassen, was an seinem System falsch sei, da so viele Studierende nicht in angemessener Zeit ihr Studium beenden können. Helfen statt abstrafen, das sei die Aufgabe von Politik und Hochschulen.

 

Erik Marquardt, Vorstand im zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V., in der Pressemitteilung „LANGZEITGEBÜHREN IN NIEDERSACHSEN: „ROT-GRÜN ENTTÄUSCHT STUDIERENDE“ vom 22. Mai 2013:
„Angesichts der Kosten für die Kompensation der Allgemeinen Studiengebühren ist es uns völlig unverständlich, wieso der geringe Einnahmefaktor der Langzeitgebühren nicht ebenfalls abgeschafft wird. Wirtschaftlich und finanziell sind die Langzeitgebühren für den Wissenschaftsbetrieb völlig unerheblich. Die Verwaltungskosten dieser Gebühren übersteigt ein gesundes Verhältnis und die Gebühren treffen genau die Studierenden, denen ein zügiges Studium aufgrund von Krankheit, sozialer Lage oder ehrenamtlichem Engagement nicht möglich war.“

 

In der PM der LAK selbigen Datums führt Oliver Tessenow für das Landeskoordinator*innen-kollektiv aus:

 

„Die vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur vorgeschlagenen Änderungen sind eine reine Farce und können maximal ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Der Forderung nach der restlosen Abschaffung aller Gebühren kommt das Ministerium nicht nach und ignoriert damit die soziale Schieflage im Bildungssystem.“

 


 

Zur Geschichte der Studiengebühren

* Studiengebühren – Hintergrund verschiedener Gebührenmodelle

* Die Debatte um Studiengebühren: Die systematische Rekonstruktion eines rapiden Meinungswandels

* Studiengebühren in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. 10 Jahre Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS): Rückblick und Ausblick [Reihe Hochschule 6, BDWI Verlag]

 


 

Infos & Fakten zu Studiengebühren

* Über Studiengebühren

* Studiengebühren in Niedersachsen

* Studiengebühren („Studienbeiträge“) in Deutschland

* Krefelder Aufruf des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren. Grundsatzdokument und Gründungsurkunde des ABS

* Jenaer Erklärung des ABS (23.08.2013)

* Hattinger Erklärung des ABS

* Broschüren des ABS zum Thema Studiengebühren

 


 

Auswirkungen von Studiengebühren

* Geschlechterspezifische Auswirkungen von Studiengebühren

* Studiengebühren schrecken vom Studium ab (ZEIT ONLINE)

* Studiengebühren aus der Sicht von Studienberechtigten. Finanzierung und Auswirkungen

auf Studienpläne und -strategien. Studie des Hochschul-Informations-System (HIS)

* Auswirkungen auf ausländische Studierende

 


Argumente gegen Studiengebühren

* Warum keine Studiengebühren?

* Was StudiengebührenbefürworterInnen behaupten und was man dem entgegen setzen kann

* Argumente gegen Studiengebühren – Eine Widerlegung von Behauptungen

 


 

Positionierung gegen Studiengebühren und alle Bildungsgebühren

Mittlerweile haben rund 12.500 Menschen die Kampagne „Studiengebühren jetzt abschaffen“ unterstützt und es werden weiterhin täglich mehr. Studierende, Kolleginnen und Kollegen, Professorinnen und Professoren, etc. haben sich aktiv beteiligt und zu diesen vielen Unterschriften beigetragen.

Eine Podiumsdiskussion soll die Kampagne nun abrunden. Mit der Perspektive von Studierenden sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wollen die IG Metall und der AStA der Universität Hannover mit Vertreter*nnen der Hochschule und der Arbeitgeber die drängenden hochschulpolitischen Fragen debattieren:

am 16.1.2013 um 17.30 Uhr im Contihochhaus, 14. Stock
Königsworther Platz 1, 30167 Hannover

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Ein Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 13.01.2013 nach einem Telefoninterview.

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Was Frau Steiner ankündigte zu zitieren:

(da waren die Aussagen über die Nutzlosigkeit des Verwaltungskostenbeitrages, der 1:1 in den Landeshaushalt fließt und von dem sich nicht mal Studierende mit Handicap befreien lassen können, schon nicht mehr drin)

„Hallo Frau Lange,
hier Ihre Äußerungen, die ich gern verwenden würde:
„Wir fordern eine komplette Abschaffung aller Bildungsgebühren, weil Bildung keine Ware für Privilegierte ist, die man nur gegen Bezahlung konsumieren kann. Bildung ist ein öffentliches Gut und muss allen frei zur Verfügung stehen. Die Studiengebühr führt aber dazu, dass einige Abiturienten, vor allem junge Frauen, vor den Kosten beziehungsweise der Verschuldung zurückschrecken und deswegen auf ein Studium verzichten. Viele Studierende haben große Schwierigkeiten, das Geld immer aufzubringen.
Die Studiengebühr wurde außerdem nur eingeführt, weil die Hochschulen chronisch unterfinanziert sind. Mit den Einnahmen aus der Gebühr werden grundlegende und wichtige Dinge bezahlt, zum Beispiel Studiengangskoordinatoren – aber dafür ist das Land zuständig, das darf nicht Aufgabe von uns Studierenden sein.“
Und hier das Ergebnis… 😉

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(v.l.n.r.) Prof. Dr. Simone Kauffeld. Michaela Lange, Christos Pantazis, Jessica Bangisa und die designierte niedersächsische Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Andretta (MdL).

Christos Pentazis resümiert den Abend hier kurz.

 


 

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BZ-Wahldialog am 12.12.2012: „Leser*innen fragen – Landtagskandidat*innen antworten“

Eingeladen hatte die Lokalredaktion Braunschweig – hier der Wahlkreis West.

Als hochschulpolitisch aktive Studentin und (ganz wichtig!) Bewohnerin des Westlichen Ringgebietes in Braunschweig war Michaela Lange dazu eingeladen, Patin für das Themengebiet Wissenschafts- & Bildungspolitik eingeladen.

Jeder durfte den Kandidat*innen zwei Fragen stellen.

Für unser Gebiet waren das eigentlich (etwas ausführlicher als im Zeitungsartikel:

1. Es gibt im WRG viele Angebote sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen. Für Bewohner*innen meines Alters (z.B. Auszubildende, Studierende oder bereits arbeitende junge Erwachsene) gibt es – neben z.B. dem Nexus, einem D.I.Y.-Kulturprojekt – kaum Orte und Räumlichkeiten, die als Begegnungs- und Lernorte für ein gemeinsames lebenslanges Lernen dienen, keinen Bücherbus o.Ä. Was können Sie auf landespolitischer Ebene dagegen tun?

2. Das Bildungssystem ist seit Jahren chronisch unterfinanziert und auch Studiengebühren waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wie gedenken SIe, die nach der Abschaffung der Studiengebühren notwendigen Kompensationsmittel aus Landesebene zu beschaffen?

Aber bekanntermaßen liegt die Kürze ja in der Würze! 😉

Leider durfte auf die Statements der Kandidat*innen nicht näher wieder eingegangen werden, sonst hätte Heidemarie Mundlos noch zu hören bekommen, dass die technische Ausstattung der Uni allein noch längst keine qualitativ hochwertige Lehre schafft. Baumaßnehmen wie am Rebenring sorgen im Gegenteil schon mal dafür, dass Seminargruppen 1-2 Semester lang wegen unregelmäßig einsetzenden Baulärmes jede Woche aufs Neue einen Ersatzraum suchen müssen.


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Am Donnerstag, den 8. November 2012, fand der erste „Campus Talk“ von Studi38 statt, welcher sich (passend zur den im Januar anstehenden Landtagswahlen) um das Thema Studiengebühren drehte.

Dabei waren (v.l.n.r.):
Joachim Casper (FDP), Michaela Lange (AStA), Gerwin Bärecke (Moderator – TV 38), Gerald Heere (Die Grünen) und Henning Noske (BZ – Redaktionsleiter Lokales).

Hier findest du den zugehörigen Artikel aus der Braunschweiger Zeitung sowie den Link zur Aufzeichnung.

 


 

Was könnte man mit 500 Euro machen, wenn es keine Studiengebühren gäbe?
Genauer gesagt: Was würdest DU mit 500 € machen?

Studiengebühren belasten unser Leben, lassen uns dämliche Jobs annehmen, stressen uns durch weniger Freizeit und der immer steigende Leistungsdruck macht es auch nicht besser… Sie verhindern, dass wir uns auch mal was gönnen können. Freizeit zum Beispiel. Oder gar unseren Abschluss!
Und außerdem: Sollte Bildung nicht kostenfrei sein, kritisches Hinterfragen fördern und den Menschen bilden?
Werde Teil unserer Kampagne: „Bildung ist Grundrecht – Studiengebühren abschaffen!“ im Rahmen des
GLOBAL EDUCATION STRIKE 2012. Sei kreativ! Dreh deine Videoantwort auf den Pilotfilm gegen Studiengebühren: und lade sie hoch: Einfach im Feld „Kommentar schreiben“ etwas eintippen und die Funktion „Videoantwort“ erscheint 🙂 Wenn du Fragen hast, wende dich an: LAK.niedersachsen (at) gmail.com

Eure Studierendenvertretung,
die LandenAStenKonferenzen Bayern und Niedersachsen