Hochschulpolitikreferat

Kontakt: asta-hopo@tu-bs.de

 

Das Referat (HoPo) pflegt Kontakte zu anderen Hochschulen und deren Studierendenschaften, organisiert Se­minare, schreibt Presseinformationen. Gleichzeitig informiert es über aktuelle Vorgänge in der Hochschulpolitik.

Innenpolitisch haben HoPo-Referentinnen die Aufgabe, die Studierenden über aktuelle Vorgänge in der Hochschulpolitik zu informieren. Auch wenn es um Neuerungen der Hochschulgesetze geht, setzt sich das Referat für die Interessen der Studierenden ein. Die Umsetzung von Bachelor- und Masterstudiengängen wird hier insbesondere äußerst kritisch begleitet. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist der Aufbau eines soliden Netzwerks, bestehend aus anderen ASten, Gewerkschaften, politischen Gruppen und vielen mehr. Grund dafür ist beispielsweise die Organisation und Koordination gemeinsamer Proteste (wie z.B. der Arbeitskreis gegen Sozial-, Kultur- und Bildungsabbau, in dem Studierende, SchülerInnen, Lehrerinnen, ElternvertreterInnen, Gewerkschaften und andere politische Gruppen Mitglied sind).

______________________________________________________________________________

3. Veranstaltung unserer Seminarreihe: MIT- Denken, Machen, Gestalten

Diesmal richtet es sich auch an erfahrenere Studivertreter*innen, die insbesondere mit Lehre oder Akkreditierung zu tun haben. Wir konnten nämlich Anika Düring und Susanne Sandau von der Projektgruppe Lehre und Medienbildung gewinnen, die mit uns ihr Wissen zu Guter Lehre und wie sie umgesetzt werden kann, teilen. Besonders Vertrer*innen in KSW/SQK oder StuKo können hier profitieren. Außerdem möchten wir euch das Seminar dringend ans Herz legen, wenn in eurem Studiengang demnächst eine Akkreditierung ansteht.

Was ist eigentlich Gute Lehre? Bedingungen einer erfolgreichen Lehrvermittlung

Gute Lehre wird von vielen Faktoren beeinflusst. Sie hängt nicht nur von fachlichen Inhalten ab, sondern z.B. auch von der Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden, den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten oder Vorgaben zur Akkreditierung von Studiengängen. In diesem Seminar wird ein Austausch dazu stattfinden, was gute Lehre ausmacht und welche Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Lehrqualität Studierende haben.

Mi: 21.11.18 um 16:45 – 18:15 Uhr
Hagenring 30 (Chemiezentrum) Seminarraum: HR 30/023f

 


2. Seminar der Reihe MIT - Denken, Machen, Gestalten

Mi: 7.11.18 um 16:45-18.15 Uhr

im Hagenring 30, Hr 30/023f (Chemiezentrum)

Warum eigentlich Verfasste Studierendenschaft?

Eine Einführung in unsere demokratische Selbstverwaltung

Warum gibt es überhaupt eine selbstverwaltete Verfasste Studierendenschaft und warum ist das gut so?

Im Rahmen der Veranstaltung wird dies gemeinsam ergründet und neben den theoretischen Grundlagen gleichzeitig die Strukturen der Universität beleuchtet, um zu verstehen, wie sie in der Praxis anzuwenden sind.


Vollversammlung an der Fakultät 6

An alle Studierende der Fk6:

Am nächsten Dienstag, den 30.10., findet eine Vollversammlung aller Studierenden der Fakultät 6 statt. Fall ihr also an der 6 studiert, kommt um 13:15 in den Hörsaal BI 84.2 auf dem Nordcampus, um mitzubekommen, was an der Fakultät los ist. Es liegt eine Ausfallempfehlung des Präsidiums vor, ihr verpasst also keine parallel liegenden Veranstaltungen. Falls sich Dozierende nicht an die Ausfallempfehlung halten, meldet es bei uns! Allen Studis sollte die Möglichkeit gegeben werden, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Tagesordnung ist die folgende:

1) Grußwort des Studiendekan Prof. Dr. Heinze
2) kleine Gremienkunde
2) Infos zu Akkreditierung
3) CIP-Pool und Stand zu Schimmel/Raumproblematik
4) Rechte und Pflichten im Studium
5) Fragen und Vorschläge
6) Sonstiges

Bis Dienstag!


MIT Denken, Machen, Gestalten - Eine Einführung in die Arbeit der aktiven Studierendenschaft

Ihr seid neu an der Uni und habt Lust zu erfahren, wie alles funktioniert und wo ihr euch engagieren könnt? Ihr engagiert euch in eurer Fachgruppe und wollt ein bisschen mehr über die Hintergründe lernen? Oder ihr habt einfach Interesse, mehr über Kommunikation in der Gruppe, Öffentlichkeitsarbeit oder Prüfungsrecht zu erfahren? Dann richtet sich dieses Ringseminar genau an euch! Wir möchten euch gerne tiefere Einblicke in die Arbeit der Studierendenschaft geben und gleichzeitig Softskills vermitteln, die diese Arbeit verbessern können.

Dafür könnt ihr euch 1 CP im überfachlichen Bereich anrechnen lassen.

Mehr Informationen findet ihr hier den Flyer MIT Ringseminar.

Meldet euch unter asta-hopo@tu-braunschweig.de an!

 


Seminar des Studentisches Akkreditierungspools zur Programmakkreditierung

Liebe Studierende,

Es freut uns, dass wir ein Seminar des studentischen Akkreditierungspools zur Programmakkreditierung nach Braunschweig holen konnten. Vom 20.04.-22.04. wird in diesem Workshop den Teilnehmer*innen nicht nur das Akkreditierungswesen und der Bolognaprozess erläutert und näher gebracht, sondern es wird an realen Situationen auch vermittelt, worauf es bei Akkreditierungen besonders zu achten ist, welche Fragestellung z.B. bei der Begehung relevant sind und wie hier agiert werden könnte. Das Seminar schließt mit einem Rollenspiel, in dem Teilnehmer*innen ihr theoretisches Wissen direkt anwenden und zudem Softskills z.B. in der Redeführung ausbauen und erwerben können. Am Ende des Seminars können sich Studierende über die entsprechende BuFaTa auch in den Pool entsenden lassen, sodass die Teilnehmer*innen sich auch als studentische Gutachter*innen in anderen Hochschulen bewerben können. Die Veranstaltung wird aus SQM-Mitteln finanziert, eine Anrechnung von bis zu 1 CP steht noch zur Diskussion.

Das Seminar findet statt am:

Freitag 16 – 19 Uhr

Samstag 10 – 18 Uhr

Sonntag 10 – 15 Uhr

 

Die Anmeldung erfolgt über asta-hopo@tu-bs.de unter Angabe des Namens, Studiengangs, Gruppenzugehörigkeit und ob eine Akkreditierungen eures Studienganges bevor steht.

Allerliebste Grüße

Euer Hochschulpolitikreferat und AStA-Vorstand


Older Entries »

Exzellenzinitiative – Basic Facts

Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen ist ein vor über 10 Jahren ins Leben gerufenes Förderprogramm. Sie wurde bewusst als ein Wettbewerb von thematisch geschlossenen Forschungskonzepten angelegt, die in einem Auswahlverfahren mit mehreren Runden gegeneinander antreten. Ziel soll damit unter anderem sein, deutsche Unis nachhaltig zu stärken und wettbewerbsfähig sowie attraktiver zu machen mit Betonung auf sichtbaren Spitzen. Hierfür wurden von 2006 bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro ausgegeben. Es wurde entschieden, über 2012 hinaus für fünf weitere Jahre mit einem Gesamtfördervolumen von 2,7 Milliarden Euro anzuschließen.

Unterschieden werden drei Förderlinien:
Förderlinie:
1. Graduiertenschulen
2. Exzellenzcluster
3. Zukunftskonzepte
Anzahl geförderter Konzepte:

Ziel:
1. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
2. Förderung der Spitzenforschung
3. Projektbezogener Ausbau der universitären Spitzenforschung
Klingt nach Elitebildung? Richtig!
Das Konzept der Exzellenzinitiative ist sehr umstritten.
Wesentlicher Kritikpunkt:
Hochschulen fehlt es in der Regel an einer soliden und langfristigen Grundfinanzierung, hier wäre zunächst anzusetzen. Stattdessen sollen jedes Jahr über 500 Millionen Euro ausgegeben werden, um nur einige Universitäten zu fördern, also die Bildung von Elite-Unis zu verstärken, wie wir das beispielsweise aus den USA kennen. So wird es auch immer wichtiger, an welcher Uni der Abschluss gemacht wird. Die besseren Chancen auf eine Förderung haben generell schon von vornherein die Unis, die bereits über eine gute Ausstattung verfügen und insbesondere diejenigen, die naturwissenschaftlich ausgerichtet sind.
Der Vergabemodus der Exzellenzinitiative fördert die Fokussierung auf Kerngebiete, wobei einige Fächer bevorzugt behandelt werden. Im insgesamten wird also auch ein Verdrängungswettbewerb im Großen wie im Kleinen forciert. Aus dem Evaluationsbericht der sogenannten Imboden-Kommission (internationale Expertenkommission zur Untersuchung der Exzellenzinitiative) von Januar 2016 soll wiederum hervorgehen, dass die geförderten Spitzenunis de facto gar keine besseren Forschungsleistungen vorweisen.
Auch die befristete Vergabe von Fördergeldern an junge Wissenschaftler sei nicht förderlich für die Lehre, ebenso, wenn die ausgezeichnete Professor*innen von der Lehre freigestellt werden. Veränderungsbedarf wird auf jeden Fall gesehen.
Insgesamt stellt sich die Frage, wo in dieser Initiative die Universitätslandschaft im insgesamten Nutzen hat und somit die Studenten selbst profitieren.

______________________________________________________________________________

Hochschulpolitik – Die Verfasste Studierendenschaft und die studentische Selbstverwaltung

Gebräuchliche   Begriffe,   zu   denen   wir   als   Studenten   aber   oft   keine   konkrete   Vorstellung   haben,   besonders    nicht,    wenn    wir    neu    an    der    Uni    sind.
Kurz  lässt  sich  sagen,  dass  sich  die  Gremien  der  Selbstverwaltung  an  einer  Hochschule  in  eine  akademische  und   eine   studentische   Selbstverwaltung   aufteilen   lassen.  In  der  akademischen  Selbstverwaltung  haben  Professor*innen  immer  mindestens  eine  knappe  Mehrheit.
Zusätzlich  hat  die  Studierendenschaft  ihre  eigene  Selbstverwaltung, auf welche wir an dieser Stelle einen kleinen Blick  mit  kurzem  geschichtlichen  Hintergrund  werfen.
Die VS (Verfasste Studierendenschaft) ist im NHG (Niedersächsischen  Hochschulgesetz)  verankert  und  umfasst  alle  Studenten,  die  an  einer  Hochschule  immatrikuliert  sind. In Niedersachsen ist sie also eine sogenannte rechtsfähige  Teilkörperschaft.  Organe  unserer  Studierendenschaft  sind  unter  anderem  das  StuPa  (Studierendenparlament)  als  dessen  höchstes  beschlussfähiges  Gremium  und  der  AStA  (Allgemeiner  Studentischer  Ausschuss),  der   quasi   als   ausführendes   Organ   der   VS   agiert.
Durch  einen  kleinen  Anteil  am  Semesterbeitrag  kann  diese   auch   autonom   agieren,   um   in   Sinne   studentischer  Interessen  zu  handeln.  Im  SoSe  2016  lag  dieser  an  der  TU  Braunschweig  bei  8,50€/StudentInnen,  aufgelistet   unter   „Allgemeiner   studentischer   Haushalt“.
Ansätze zur VS lassen sich schon im 19. Jahrhundert finden, in dem es bereits studentische Ausschüsse gab. Konkretisiert wurden diese jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So wurde nach dem 1. Weltkrieg unter anderem  der  Dachverband  „Deutsche  Studentenschaft“  gebildet.

Die während des Nazi-Regimes bestandenen Studierendenschaften wurden von
den  Alliierten  aufgelöst  und  neu  gegründet.  Im  Wirkungsbereich  der  Westalliierten fiel das unter das Re-Education-Programm. Hier bekam die studentische Selbstverwaltung einen hohen Stellenwert, freie und demokratische Meinungsbildung und -äußerung sowie aktive Mitgestaltung sollten Schwerpunkt sein.
Nach  der  politisch  sehr  aktiven  studentischen  Bewegungen  der  60er  Jahre  (zu  nennen  ist  an  dieser  Stelle  beispielweise  Rudi  Dutschke,  der  als  Wortführer  im  westdeutschen  Raum  galt)  ist  die  damalige  Protest-  und  Streitkultur  juristisch  weitestgehend  eingeschränkt  worden.  Im  Zuge  dessen  wurde  auch  veranlasst,  dass  die  Einführung  von  Verfassten  Studierendenschaft  den  einzelnen  Ländern  überlassen  bleibt  („Hochschulrahmengesetz“).  Die  Wahlbeteiligung  der  Studierenden  für  die  von  ihnen  zu  wählenden  Organe  ist  mittlerweile  bedauerlicherweise generell oft sehr gering.