Studium Generale

Studium Generale 2016

Auch dieses Jahr war das Studium Generale, veranstaltet am 19.10.2016 am Hauptcampus der TU Braunschweig durch den Allgemeinen Studierendenausschuss der TU Braunschweig (AStA), ein voller Erfolg.

Nicht nur Studienanfängerinnen und Studienanfänger, sondern Studierenden aller Fachrichtungen wurde es an diesem Tag durch eine allgemeine Ausfallempfehlung des Präsidenten der TU ermöglicht, sich fern ab von Leistungsdruck und Pflichtveranstaltungen Vorträge zu den verschiedensten Themen anzuhören.

Den Zuhörerinnen und Zuhörern war es möglich eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedensten Bereichen der Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu besuchen. Der technische Bereich wurde durch Präsentationen zu den Themen „Einkommensmessung mittels Satellitendaten: Wie bringt man Licht ins Dunkel?“, „Gentechnik im Alltag“ und „Herausforderungen der Energiewende- Von Verspargelung, Vermaisung und dem iPhone der Energietechnik“ abgedeckt. Für das artistische Herz gab es eine Präsentation „Über die Freude am Malen“ aber auch für diejenigen mit Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen wurden verschiedene Thematiken angesprochen. Besonders gut besucht war der Vortrag zur „Positiven Psychologie“ aber auch jener zu „Depression – Modeerscheinung oder Volkskrankheit“. Außerdem standen zu allgemeinen Themen der Studierendenschaft am Stand des AStAs  Informationsmaterialien und Ansprechpartner bereit. Somit ermöglichte der Tag Studierenden nicht nur, den berühmten Blick über den Tellerrand zu wagen, sondern auch die Möglichkeit sich rundum das studentische Leben zu informieren.

Der AStA und das Kulturreferat der Studierendenschaft können stolz berichten, dass die ganztägige Veranstaltung mit über 1000 BesucherInnen und vielen positiven Rückmeldungen ein voller Erfolg war. Wir freuen uns darauf, auch im Jahr 2017 wieder das Studium Generale zu organisieren.

In diesem Zuge möchten sich die Organisatorinnen und Organisatoren bei den Helfern und Helferinnen, den Dozenten und Dozentinnen aber auch dem Präsidium und der Verwaltung der TU Braunschweig und schlussendlich auch bei den Studierenden bedanken, die die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung erst möglich gemacht haben.

Asta-Kulturreferat

 

Programmheft zum Download (pdf)

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Auch dieses Jahr findet das Studium Generale wieder am ersten Mittwoch im Semester – dieses Mal der 19.10. 2016 – statt. Es funktioniert ganz einfach: Schau Dir den Ablaufplan an, stell Dir Deinen ganz persönlichen Tagesablauf zusammen und komm vorbei!

Studium Generale  2016
– ein Angebot für alle Studierende der TU Braunschweig und interessierte Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs

Auch in diesem Jahr versteht sich das Studium Generale als ein Angebot, den berühmten Blick über den Tellerrand des eigenen Studiengangs hinaus zu wagen. Ihr habt die Möglichkeit, euch von der Vielfältigkeit unserer Technischen Universität zu überzeugen, indem ihr jeweils 45 Minuten lang in neue und spannende Themen eintauchen könnt. Das Studium Generale soll euch Wissenschaften vorstellen, die fernab des eignen Curriculums existieren und so das vorhandene „Schubladendenken“ abbauen. Auch wenn ihr eure Studiengangwahl an der TU Braunschweig bereits getroffen habt und euch damit für die nächsten Semester inhaltlich auf ein Themengebiet festgelegt habt, solltet ihr die Chance nutzen, Anregungen für euren Professionalisierungs- bzw. Wahlpflichtbereich mitzunehmen. So werden dieses Jahr auch das erste Mal Vorträge aus dem Poolbereich vorgestellt.
Das Kulturreferat und der Asta in Zusammenarbeit mit dem Vizepräsidium für Studium und Kooperation

 

Ablaufplan:

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Damit ihr wisst, was auf euch zukommt, hier ein kleiner Einblick auf die diesjährigen Vorträge:

Bettina Wahrig

Auf die Beine kommt es an!? Gender Studies und Wissenschaftskritik

Aus der “Frauenforschung” der 1970er Jahre sind inzwischen die “Gender Studies” geworden – in Anlehnung an den im angelsächsischen Sprachraum gebrauchten Ausdruck. Nachdem dieser Wandel zunächst einfach bedeutete, dass sich das entsprechende Forschungsfeld mit dem Geschlechterverhältnis, also nicht mehr nur mit Frauen, beschäftigt hat, werden  “Gender Studies” mittlerweile in der Außenwahrnehmung mit einer ganz bestimmten Theorie aus diesem Feld identifiziert und nur noch als “Gender” angesprochen. Wenn die Gender Studies darauf hinweisen, dass biologische Geschlechterunterschiede nicht einfach von der Natur gegeben sind, wird daraus in der Öffentlichkeit die Wahrnehmung, die Existenz von Geschlechterunterschieden werde geleugnet, überhaupt würden alle Menschen in Homo-Ehen, unaussprechbare sprachliche Genusformen und auf Unisex-Toiletten gezwungen. Immer wieder ist auch zu hören, aufgrund des angeblichen Wucherns der Gender Studies würden Männer beruflich diskriminiert.
Wie kommt es zu solchen Wahrnehmungen und was sind Gender Studies wirklich?

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Christian Leßmann

„Einkommensmessung mittels Satellitendaten: Wie bringt man Licht ins Dunkel?“

Für viele Regionen der Welt existieren keine validen statistischen Daten zum Entwicklungsstand, also Größen wie dem Einkommen und den Lebensverhältnissen. Eine neue Möglichkeit zur Schätzung fehlender (regionaler) Einkommensdaten bieten Satellitenbilder der Erde bei Nacht. Die grundlegende Idee ist, dass wirtschaftliche Aktivitäten, die in den Abendstunden stattfinden, Licht benötigen bzw. emittieren. Aus der Lichtemission bei Nacht kann daher ein Rückschluss auf wirtschaftliche und sozioökonomische Größen gezogen werden. Im Rahmen der Vorlesung werden Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von Satellitendaten im Entwicklungskontext diskutiert. Darüber hinaus wird eine untechnische Übersicht über aktuelle Projekte am Institut für Volkswirtschaftslehre gegeben, die mit Satellitendaten und anderen geokodierten Daten durchgeführt werden.
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Prof. Dr. Reinhard Hehl, Institut für Gentechnik – Biozentrum

Gentechnik im Alltag

Gentechnik ist in aller Munde, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wenn wir es nicht wis­sen, so verzehren wir doch zahlreiche Lebensmittel, die mit Hilfe der Gentechnik hergestellt wur­den oder Zusatzstoffe aus gentechnisch veränderten Organismen (GMOs) enthalten. In diesem Vortrag werden wir erfahren was Gentechnik ist und wie gentechnisch veränderte Organismen erzeugt werden. Außerdem wird anhand vieler Beispiele gezeigt, wie Gentechnik in der Lebens­mittelindustrie eingesetzt wird, auch wenn dies in der Regel nicht bekannt ist oder bewusst nicht an die große Glocke gehängt wird. Beispiele aus der Medizin, ein Bereich in dem Gentechnik mitt­lerweile eher akzeptiert wird, werden im Vortrag ausgeklammert.“